Harter Rock beim Mini-Festival im Freibad Bornekamp

dz„Burn‘d Born“

Als Guter Platz für interessante Konzerte jenseits vom Mainstream hat sich das Freibad Bornekamp mittlerweile etabliert. Dass hier auch Metal geht, bewies am Freitag das zweite „Burn‘d Born“.

von Sebastian Pähler

Unna

, 17.08.2019, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zu harten Tönen und gekonnter Schrammelmusik konnten am Freitag die Besucher des Freibads Bornekamp ihre Bahnen ziehen, oder einfach nur einen Sommerabend mit Festival-Atmosphäre genießen. Zum zweiten Mal lud das Freibad zu „Burn’d Born“ ein, dem Metal-Konzert am Beckenrand.

Regionaler Kult

In seiner zweiten Auflage erreicht „Burn‘d Born“ allmählich seine Betriebstemperatur. Nachdem ein eher durchwachsenes Wetter 2018 den größten Teil des Publikums verschreckte, lud ein milder Sommerabend am Freitag zum Feiern, Tanzen und Headbangen ein. Drei Bands traten dabei an, um das Freibad-Publikum aufzurütteln. „Fallt bitte nicht ins Wasser, es sei denn, ihr könnt auch schwimmen“, forderte „D-Zug“-Frontmann Sandor Szabo zu Beginn auf. Als Sänger und Gitarrist der Kultband „D-Zug“ verstand er es, die Zuschauerinnen und Zuschauer mit schnellen Riffs und gesellschaftskritischen, knappen, aber kraftvollen Strophen mitzureißen. Lieder wie „Ich komm wieder“ oder „Kinderlied“ fehlten dabei ebenso wenig wie rein Instrumentale Stücke des D-Zug-Nebenprojektes „Projekt DX3“. Wie das Publikum, so ging auch Sandor ganz in der Musik auf, als er sich das Kabel seiner E-Gitarre griff und damit über die Bühnenbegrenzung kletterte, um mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen.

Harter Rock beim Mini-Festival im Freibad Bornekamp

Rocker-Urgestein Sandor von der Gruppe „D-Zug" ließ es sich nicht nehmen von der Bühne runter zum Publikum zu steigen, um mit den Zuschauerinnen und Zuschauern zu tanzen und zu singen.

Die Klassiker

Neu im Line-up von „Burn‘d Born“ war diesmal die Band „Cryptic Lane“ aus Castrop-Rauxel. Sie hatten klassischen Heavy Metal und Hardrock im Stil von „Iron Maiden“ und Co. im Gepäck. Hauptsächlich eigene Stücke heizten dem Publikum ein, wie etwa das gerade erst veröffentlichte „The Time is now“. Aber auch ein paar Cover von Klassikern durften nicht fehlen, wie etwa Billy Idols „Rebel Yell“.

Die Vorreiter

Mit der Gruppe „Escart“ standen schließlich jene Metaller auf der Bühner, die „Burn’d Born“ seit Anfang an begleiten. Titel wie „Restless“ oder „Nonsense of Evolution“ durften auch bei dem Auftritt im Freibad nicht fehlen. Für Arne Grüning ist es gerade dieser besondere Spielort, der „Burn´d Born“ trotz des verhaltenen Auftakts im letzten Jahr zu einer sehr interessanten Veranstaltung macht. „Das ist eine super Location und wir machen hier immer wieder gerne mit“, lobte der Escart-Drummer. Vor allem auch die unkomplizierte und eingespielte Organisation durch das Freibad-Team sei ein großes Plus.

Für das Publikum wurde so das zweite „Burn’d Born“ zu einem Sommerfest der harten Klänge, das als Kontrastprogramm absolut seine Berechtigung hat. So wird es wohl 2020 eine dritte Auflage geben.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fridays for Future

Mit vielen Fotos und Video: 1100 Schüler und Erwachsene protestieren in Unna für das Klima

Hellweger Anzeiger Bombentrichter

FDP: Mountainbiking im Bornekamp ist okay, wenn die Sicherheitsfragen geklärt sind

Meistgelesen