GWA und Heimatverein Mühlhausen-Uelzen wollen Lkw-Verkehrsproblem gemeinsam angehen

dzDurchgangsverkehr

Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht dürfen nicht durch Unnas Ostdörfer fahren. Trotzdem klagen die Dorfbewohner über den Schwerverkehr. Die GWA sichert ihnen Unterstützung zu.

Mühlhausen/Uelzen

, 13.11.2018, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einem Gespräch zwischen dem Heimatverein Mühlhausen Uelzen und der Abfallgesellschaft GWA soll der Schwerlastverkehr in Unnas Ostdörfer strenger unter die Lupe genommen werden. „Wir haben dieses Problem im Blick und unterstützen die Bemühungen, den Schwerlastverkehr aus den Dörfern herauszuhalten“, sagt GWA-Unternehmenssprecher Andreas Hellmich gegenüber unserer Redaktion.

Zu seinem Stammtisch Anfang November hatte der Heimatverein Mühlhausen Uelzen Vertreter der GWA eingeladen, um mit ihnen über die unzulässigen Lkw-Verkehre durch die Ortschaften zu diskutieren mit dem Ziel, diesen sogenannten Ziel- und Quellverkehr der Deponie in Kamen-Heeren aus den Ortslagen zu verbannen. Bekanntlich muss die Deponie für ihre Transporte die in der Abfallsatzung des Kreises Unna vorgeschriebene Route nutzen und deshalb die Ortsdurchfahrten meiden.

GWA ist auf konkrete Hinweise bei Verstößen angewiesen

Betriebsleiter Volker Ligges und Unternehmenssprecher Andreas Hellmich waren zu Gast beim Stammtisch und diksutierten mit den Mitgliedern des Heimatvereins über sinnvolle Möglichkeiten, den Schwerlastverkehr durch die Dörfer zu unterbinden.

So regten Ligges und Helmich an, eine Erhebung zu machen, wie viel und vor allem welcher Verkehr durch die Dörfer fährt. „Denn Anliegerverkehr, auch als Schwerlastverkehr, ist in den Dörfern ja erlaubt“, so Hellmich gegenüber unserer Redaktion. Eine solche Erhebung könne die GWA allerdings nicht alleine durchführen und regte eine gemeinsame Aktion mit dem Heimatverein an. Dies sei jedoch nicht aufgegriffen worden, so Hellmich.

Stattdessen setzt die GWA nun weiterhin auf konkrete Hinweise auf Verstöße gegen die das Durchfahrverbot. „Wenn wir einen konkreten Hinweis auf ein Fahrzeug bekommen, das dagegen verstößt, können wir handeln“, erklärt Hellmich. Dazu benötige die GWA die Uhrzeit und das Kennzeichen des Fahrzeuges, das offensichtlich von oder zu der Deponie fahre und dabei den Weg durch die Dörfer nehme.

Mit dem Heimatverein wurden kooperative Maßnahmen vereinbart für den Fall, dass es trotzdem Zuwiderhandlungen gegen die bestehende Regelung geben sollte.

Heimatverein zweifelt Umgehungsstraße weiterhin an

Der Heimatverein bewertet dieses Ergebnis als einen Erfolg bei seinen Bemühungen zur Reduzierung der Schwerlastverkehre in den Dörfern. Dadurch würden die Belastungen der Anwohner und damit auch das Gefahrenpotenzial in den engen und kurvenreichen Dorfstraßen minimiert. Letztlich sei dies ein Beitrag, um die von den Ortsvorstehern beantragte Umgehungsstraße entbehrlich zu machen.

Das Erfordernis zum Bau einer solchen Straße mitten durch die Landschaft wird ohnehin vom Heimatverein bezweifelt, zumal auch eine entsprechende Forderung nach einer neuen Straße bei den Bürgern der Ortsteile nicht erkennbar sei.

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