Zukunft am Hertinger Tor: Der Blick an der Nicolaischule geht nach vorn

dzGrundschule

Mitten im Wandel befindet sich die Nicolaischule. Wie Unterricht derzeit dort aussieht und wie es in Zukunft weitergeht konnten große und kleine Besucher beim Tag der offenen Tür am Freitag erfahren.

von Sebastian Pähler

Unna

, 07.09.2019, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es hat Tradition an der Nicolaischule, dass zum Tag der offenen Tür Kitas und Kindergärten in Unna eingeladen werden, damit deren Kinder sich ein Bild vom Schulalltag machen können. Daran hielt die Schule im Herzen der Innenstadt auch unter neuer Leitung fest, denn vor den Ferien ging verabschiedete sich der langjährige Schulleiter Hans Balter in den Ruhestand und überreichte die Schulgeschäfte an seinen Nachfolger Gabriel Rosenberg. „Ihr könnt hier erfahren, wie es ist, an der Schule zu sein“, gab Rosenberg bei seiner Begrüßung den Kindern mit auf den Weg.

Neue Impulse

Eine Schule mit Herz, das wollte die Nicolaischule immer sein und das bleibt sie auch weiterhin. Dafür ist für Schulleiter Rosenberg hier alles vorhanden. Vor allem auf das eingespielte Kollegium können er und die neuen Kinder sich verlassen. Dennoch hat er auch neue Impulse eingebracht, um die Schule in der Innenstadt weiter zu entwickeln.

So wird beispielsweise das Förderkonzept der Nicolaischule stetig ausgebaut, um sowohl Kindern mit Defiziten zu helfen als auch besonders begabten Kindern etwas bieten zu können. Auch das Thema Digitalisierung und Bewegung im Unterricht liegt Rosenberg am Herzen. Hierfür hat beispielsweise neuerdings das iMO-Learn-System, eine Kombination aus speziellen Sitzwürfeln und digitalem Lernen, an der Nicolaischule Einzug gehalten, das Rosenberg schon an seiner alten Wirkungsstätte, der Schillerschule, als effektive Ergänzung des Unterrichts etabliert hatte.

Schmal machen für die Zukunft

Die größte Veränderung im nächsten Schuljahr verursacht allerdings die Fusionierung mit der Falkschule am neuen Bildungsstandort Hertinger Tor, die für 2023 geplant ist. „Wir und die Falkschule werden so behandelt, als wären wir schon eine dreizügige Schule“, erläuterte Rosenberg. Da es an der Falkschule im nächsten Schuljahr zwei Klassen geben wird, bedeutet das für die Nicolaischule, dass 2020 nur eine neue Klasse mit maximal 27 Schülern eingeschult werden kann. Der aktuell hat der erste Jahrgang noch zwei Klassen mit je 20 Schülern. „Sollten die Zahlen so bleiben“, so Rosenberg, „wäre es meine traurige Pflicht, 13 Schüler abweisen zu müssen“. Er ist sich allerdings sicher, dass der Schulträger eine Lösung finden wird. Schließlich seien die Lehrer an allen Unnaer Schulen gut, stellte er fest.

Einstweilen konnten sich die kleinen Gäste ein Theaterstück der Viertklässler anschauen und bei Unterrichtsbesuchen und einem Spieleangebot in das Grundschulleben reinschnuppern.

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