Grüne: Die Stadt Unna soll mehr Bäume pflanzen und das private Fällen wieder verbieten

dzBaumschutz

Alte Bäume bewahren, neue pflanzen: Das sind gute Ideen, aber sie dürfen nicht auf Freiwilligkeit basieren, meinen die Bündnisgrünen. Sie fordern eine Rückkehr der Baumschutzsatzung und ein Pflanzprogramm.

Unna

, 07.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

ir kommen in eine prekäre Situation, was den Baumbestand in Unna angeht“, sagt Björn Merkord (Bündnisgrüne), Vorsitzender des Umweltausschusses. Besonders deutlich sei ihm das kürzlich wieder geworden. Er erlebte eine Straßensperrung wegen eines Astbruchs in Königsborn. Inzwischen werde die Verkehrssicherungspflicht für viele Alleebäume zu einer lebensentscheidenden Frage, so Merkord. Wenn Bäume nicht mehr standsicher sind oder so geschädigt, dass Teile der Krone abbrechen, entscheiden Behörden aus Sicherheitsgründen im Zweifel für eine Fällung.

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Da immer öfter kranke oder vertrockenete Bäume auffallen, rechne er damit, dass bald wieder Forderungen nach der provisorischen Fällung von Bäumen aufkommen, so Merkord. Aktuell gibt es eine breite Diskussion um den Zustand der Bäume und mögliche Maßnahmen, um ihn zu verbessern. So spricht sich etwa die SPD wie zuvor die Grünen dafür aus, dass beim Umbau der Fußgängerzone mehr Bäume als bisher geplant berücksichtigt werden sollen. Baumscheiben, von denen viele in Unna eine Bewässerung der Bäume unmöglich machen, sind unter anderem Themen von FLU und SPD. Teil melden sich Bürger besorgt, weil sie Straßenbäume gern bewässern würden, es aber nicht können. Kürzlich hatte die CDU den Vorschlag gemacht, das Pflanzen von Bäumen durch Privatleute finanziell zu fördern.

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Die Möglichkeit, Geld zu spenden, damit die Stadt neue Bäume pflanzen kann, gibt es auch. „Die Leute können gerne spenden“, sagt Merkord, „aber das reicht bei Weitem nicht, um Leerstände auszugleichen.“ Er erneuert die Forderung nach mehr Baumpflanzungen. Es sei eine Absichtserklärung der Stadt notwendig. Die Grünen wollen auch nicht allein darauf hoffen, dass Privatleute mehr pflanzen. Vielmehr wollen sie das Fällen privater Bäume wieder verbieten. So kommt eine Wiedereinführung der 2014 abgeschafften Baumschutzsatzung für Privatgrundstücke wieder auf den Tisch - für die CDU eine „Gängelung“. Dieses Verbot zur Fällung privater Bäume hatte eine Mehrheit im Stadtrat vor fünf Jahren aufgehoben - mit negativen Folgen für den Baumbestand, wie die Grünen seither kritisieren. „Wir haben ein Problem in Unna: zu wenig Bäume, öffentlich wie privat“, sagt Merkord. „Und auch in der freien Landschaft sieht man viele trockene Bäume.“ Das Thema wird die Politik beschäftigen, spätestens wenn Merkord es auf die Tagesordnung im Umweltausschuss setzt, wie er es für Oktober ankündigt.

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