Kreative aus Unna gründen ein Parlament der Kulturschaffenden

dzKulturrat

Wenn es um die Zukunft der Kultur in Unna geht, wollen die kreativen Köpfe der Stadt künftig mit einer Stimme sprechen. Am 28. Oktober gründet sich in der Lindenbrauerei der „Kulturrat“.

Unna

, 15.10.2019, 12:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Gründungstreffen für den Kulturrat ist als Vollversammlung aller Kreativen in Unna gedacht. Ob Musiker, Schauspieler, bildender Künstler, Filmemacher, Literat oder gegebenenfalls auch Multimediamensch – Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht, wenn die Vorbereitungsgruppe für die Gründung am 28. Oktober um 19.30 Uhr ins Atelier der Lindenbrauerei lädt. Jeder dürfe sich eingeladen fühlen, der sich als Kulturschaffender empfindet und damit einbringen möchte, erklärt Mitinitiatorin Regina Ranft.

Sprechergremium der Kulturschaffenden aller Sparten

Am Ende des Abends soll eine „wendigere“ Struktur für den Kulturrat gefunden sein, als es eine Vollversammlung aller Kreativen darstellt. Wie genau sie aussehen soll, beraten die Gründer. Ein Vorschlag – aber wirklich nur das – sei die Aufstellung eines Sprechergremiums, in dem möglichst alle Sparten der Kultur in Unna vertreten sind, so Ranft.

Jetzt lesen

Mit der Gründung eines Kulturrates reagiert die freie Kulturszene in Unna auf die städtische Kulturentwicklungsplanung. Ihr Prozess war im September mit der Vorlage eines Schlussberichtes zunächst abgeschlossen worden, doch unter den 13 Handlungsempfehlungen fanden sich auch einige, die eher Ansätze für weitere Beratungen darstellen.

So legt das Konzept der Stadt nahe, einen Beirat für die Kulturentwicklung einzusetzen. In diesem Gremium könnte die Kulturszene selbst über einen Vertreter des Kulturrates vertreten sein.

So soll der Kulturrrat auch Sprachrohr und Interessenvertretung der freien Kulturszene gegenüber städtischen oder stadtnahen Akteuren sein, also etwa mit dem Kulturbereich des Rathauses oder mit der Unna Marketing GmbH verhandeln.

Die Szene will sich stärker vernetzen und zusammenarbeiten

Darüber hinaus soll das Gremium aber auch der Vernetzung der Szene selbst dienen. „Sich kennen, sich austauschen und sich unter die Arme greifen“, beschreibt Regina Ranft die Idee dahinter. „Das soll auch Spaß machen in diesem Gremium. Keine trockene Vereinsbürokratie werden, sondern eine lebendige Zusammenarbeit.“

Beispiele für das, was aus der Zusammenarbeit von Kulturschaffenden in Unna entstehen kann, hat es immer wieder gegeben. Letztlich war auch das Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei aus der soziokulturellen Szene heraus entstanden. Heute ist die Lindenbrauerei als eingetragener Verein einer von vielen Akteuren, die den neuen Kulturrat mit ins Leben führen will.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fußballplatz

Nachbessern am neuen Trainingsplatz in Königsborn: Flutlicht war falsch aufgebaut

Meistgelesen