Alte Granate auf dem Acker: Haubitzengeschoss in Billmerich war eine „taube Nuss“

dzKampfmittelfund

Erleichterung nach dem Besuch des Kampfmittelräumdienstes in Billmerich: Eine äußerlich intakte Artilleriegranate erwies sich als ungefährlich. Sie hatte zwar einen Zünder, aber keine Sprengladung.

Billmerich

, 18.09.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Landwirt Bernhard Albers dürfte tief aufgeatmet haben. Erst am Nachmittag sah es danach aus, als sei er nur durch Glück mit dem Leben davon gekommen, als er das Sprenggeschoss aus einem seiner Felder gezogen hatte. Beim Pflügen hatte er den Metallkörper zutage gefördert. „Ich hatte mich nach einem Stein gebückt und dann gesehen, dass etwas weiter noch ein Rohr lag“, so Albers. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes gab eine Ersteinschätzung, worum es sich handeln dürfte: Ein 10,5-Zentimeter-Haubitzengeschoss aus dem Zweiten Weltkrieg, augenscheinlich noch nicht detoniert. Diese Artilleriegranaten waren mit rund drei Pfund Sprengstoff geladen und haben ihre Splitter in einem Umkreis von 35 Metern verstreut – normalerweise.

Der Kampfmittelräumdienst war schnell vor Ort. Und er gab ebenso schnell Entwarnung. Das Geschoss war zwar tatsächlich nicht detoniert und auch noch mit einem Zünder versehen, hatte aber keine Sprengladung in sich. Warum, darüber lässt sich nur spekulieren. Haubitzengeschosse wurden erst im Einsatz aus Geschosskörper und Ladekartusche zusammengesetzt. Möglicherweise hatten die Soldaten im Eifer des Gefechts etwas vergessen, oder es handelte sich um einen bewussten Akt der Sabotage. In diesem Zustand hatte das Geschoss zwar immer noch die einschlagende Kraft von Gewicht und Geschwindigkeit, aber keine Spreng- und Splitterwirkung.

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