Königsborner Tor: Viel Lob für den Unnaer Sprayer Axel Ketz

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Halbzeit für Axel Ketz: Der Sprayer, der mit seinen Graffiti aktuell den Tunnel am Königsborner Tor verschönert, hat eine der beiden Tunnelseiten fertig. Der Unnaer bekommt viel Lob.

Unna

, 26.08.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz ungefährlich ist der Job von Axel Ketz nicht. Immer wieder kommen Radfahrer dem Graffiti-Künstler ziemlich nahe, wenn sie mit viel Schwung durch die Unterführung rasen. Flatterband warnt allerdings, dass hier aktuell besondere Vorsicht geboten ist.

Axel Ketz ist „ein Unnaer Jung“, betont Daniela Guidara vom Stadtmarketing. Wer das Gespräch mit ihm sucht, merkt schnell, dass er mit vollem Herzen bei der Sache ist. Und es sind viele, die den Künstler ansprechen. „Viele finden es toll, dass ich das hier mache.“

Vierter Einsatz im Tunnel

Schon zum vierten Mal nimmt sich Axel Ketz der von vielen ungeliebten Unterführung an. Zum ersten Mal sorgte er im Vorfeld der Fußball-WM in Deutschland im Jahr 2005 für Farbe im Tunnel, dann wieder im Vorfeld von „Ruhr 2010“. Im Jahr 2011 erfolgte der nächste Einsatz mit besonderem Schwerpunkt auf die Veranstaltungen in Unna. Jetzt ist es wieder soweit.

„Wir haben uns gewünscht, dass er mit typischen Unna-Begriffen arbeitet“, erklärt Daniela Guidara. Wie er das interpretiert, bleibt Axel Ketz aber überlassen. Er hat sich für hellere Farben entschieden, die für ein freundlicheres Bild im Tunnel sorgen.

Vorarbeit mit Hochdruck

Auch die Stadtwerke Unna wollen dazu beitragen. Sie werden sich die Beleuchtung dort noch einmal ansehen und defekte Lampen austauschen. So soll das Königsborner Tor sein Image als Angstraum verlieren. Immerhin ist es auch ein Tor zur Stadt.

Mitarbeiter des Stadtmarketings hatten die Wände im Vorfeld der Graffiti-Aktion mit Hochdruckreinigern gesäubert und Axel Ketz so den Boden für seine Kunst bereitet. Die ist anerkannt. Das zeigt schon die Tatsache, dass seine alten Bilder im Laufe der Zeit zwar von einigen Schmierereien überdeckt wurden, aber keine anderen Bilder darüber gemalt wurde. „Die Szene hat das also akzeptiert“, weiß Ketz.

Selfies mit dem Sprayer

Anders als bei den drei Aktionen in den vergangenen Jahren ist die Polizei seinetwegen noch nicht am Königsborner Tor aufgetaucht. „Das war sonst immer so“, erinnert sich der Unnaer. Immer wieder werde er gefragt, ob er im Tunnel sprühen dürfe und einen Auftrag dafür habe. Finanziert wird das Projekt über Sponsoren. Ketz: „Es gibt durchaus Menschen, die wissen wollen, ob hier Steuergelder verwendet werden.“

Zu den schönen Erlebnissen zählt es, wenn Menschen sogar Selfies mit ihm machen wollen oder seine Arbeit loben.

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