Gewalt gegen Frauen: Wie Schulen einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung leisten können

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Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter – und ist auch an Schulen möglich. Das Frauenforum appelliert deshalb, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und zwar nicht erst, wenn zu spät ist.

Unna

, 16.08.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter – und muss nicht immer gleich das Schlimmste bedeuten. Umso wichtiger, sich mit der Thematik zu befassen; um im Zweifel auch im Alltag Situationen zu erkennen, in denen Mädchen und Frauen sich eher unterschwellig bedroht fühlen. In diesem Punkt schreibt die Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Frauenforums vor allem Schulen große Bedeutung zu.

Workshops: Beratungsstelle will mit Schulen kooperieren

Deshalb weitet die Beratungsstelle ihr Präventionsangebot aus und bietet ab dem neuen Schuljahr Workshops für Schülerinnen wie auch Lehrer und Lehrerinnen an. „Keine Prävention von der Stange“, wie Karin Gottwald, diplomierte Sozialarbeiterin und Leiterin der Beratungsstelle, betont. Das Angebot sei auf unterschiedliche Schulformen zugeschnitten und gehe auf die individuellen Anforderungen ein.

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„Gewalt gegen Frauen an einer Schule zu thematisieren ist letztlich nicht mehr als ein Beweis dafür, dass genau hingesehen wird.“
Karin Gottwald, Leiterin der Frauen- und Mädchenberatungsstelle

Wichtig zu betonen ist ihr auch: „Sich mit der Thematik zu befassen heißt nicht, sich Probleme an seiner Schule einzugestehen.“ Gottwald will Lehrern und Schulleitern die Sorge nehmen, durch Workshops stigmatisiert zu werden. „Gewalt gegen Frauen an einer Schule zu thematisieren ist letztlich nicht mehr als ein Beweis dafür, dass genau hingesehen wird.“

Schwerpunkte zu unterschiedlichen Formen der Gewalt

Die Workshops haben so unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gewalt gegen Frauen Gesichter hat. Sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz, Cybergewalt – um nur einige zu nennen. Wie real solche Probleme auch an Schulen im Kreis Unna sind, zeigt die Initiative von Nicole Bierie aus Fröndenberg: Nachdem ihre Tochter in der Grundschule massivem Mobbing ausgesetzt war, will die Mutter ein Netzwerk für Betroffene gründen.

Nicht erst thematisieren, wenn es zu spät ist

Schülerinnen, die selbst Gewalt in welcher Form auch immer erlebten, seien in aller Regel mit der Situation überfordert. Aber auch für Lehrerinnen und Lehrer sei der Umgang damit im Schulalltag oft eine besondere Herausforderung, so Gottwald. Sie strebt deshalb feste und dauerhafte Kooperationen mit Schulen an, um Präventionsangebote regelmäßig und somit auch nachhaltig durchführen zu können; gerade mit Blick auf sexualisierte Gewalt. Gottwald: „Es ist wichtig, das Wissen darüber zum Alltagswissen zu machen – und nicht immer nur dann zu reagieren, wenn das Thema gerade in den Medien präsent ist.“

Kontakt: Schulen, die sich für einen Workshop zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ interessieren, können sich unter Tel. (02303) 82202 an die Frauen- und Mädchenberatungsstelle wenden.
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