Schüler organisieren Gedenkwoche zum Jahrestag der Ermordung der Geschwister Scholl

dzGeschwister-Scholl-Gymnasium

Am 22. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl ermordet. Heute trägt ein Unnaer Gymnasium ihre Namen und gedenkt eine Woche lang mit viel Programm dem Widerstand gegen das NS-Regime.

von Tom Schneider

21.02.2020, 13:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montagmorgen scheint sich das Foyer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) verändert zu haben: Dort wo normalerweise nur die Portraits der Namensgeber der Schule hängen, schmücken diese Woche viele Zettel, Bilder und weiße Rosen die sogenannte „Schulstraße“.

Darauf zu sehen und zu lesen sind die Mitglieder und Texte der Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus „Die weiße Rose“. Mit diesem Kunstwerk weisen Schülerinnen und Schüler auf die Verhaftung der Geschwister Scholl sowie auf die Ermordung aller Mitglieder der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ in dessen letzten Tagen im Februar 1943 hin.

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Gedenkveranstaltung über die gesamte Woche

Und das hat einen Grund: Diese Woche verlaufen die Geschwister-Scholl-Tage am GSG. Anlass ist der Jahrestag der Ermordung Hans und Sophie Scholls am 22. Februar 1943. Wie jedes Jahr organisieren die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-AG den gleichnamigen Tag: „Unsere Aufgabe ist das Aufklären, damit die Vergangenheit nicht vergessen wird“, so die Teilnehmer der AG. Dieses Jahr allerdings erstreckt sich die Gedenkveranstaltung über die gesamte Woche.

Den Gymnasiasten wird ein Programm zum Gedenken angeboten: Die Schüler der fünften Klassen werden sanft an das Thema herangeführt. Für sie steht die Frage im Vordergrund „Wer sind die Hans und Sophie Scholl? Und wieso ist unsere Schule nach ihnen benannt?“ Bei diesen Fragen leisten die Schülerinnen und Schüler der AG Abhilfe. Gemeinsam haben sie vor einigen Jahren eine Broschüre und Arbeitsblätter für die Jungen erstellt.

Schüler bereits über „weiße Rose“ aufgeklärt

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe sind in der Regel schon über die „weiße Rose“ aufgeklärt. Sie bekamen das Theaterstück „Ich.Anne“ zu sehen. Das Stück erzählt von einem weiteren berühmten Opfer des Nationalsozialismus: Anne Frank. Bereits vor einigen Jahren trat eine Gruppe Schauspieler zum Geschwister-Scholl-Tag auf; es behandelte ein Stück über ein fiktives Mädchen mit einer ähnlichen Lebensgeschichte wie der von Sophie Scholl.

Auch die Oberstufe wird nicht ausgelassen. Die Geschwister Scholl-AG hat dazu ehemalige Extremisten unterschiedlicher politischer Herkunft zum Aussteigergespräch eingeladen. Diese werden von ihrer Zeit und ihren Erfahrungen in der Szene sprechen. Die AG sieht hier ihren Präventionsauftrag.

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