Gemeinsame Planung für die Zeit nach 2024 in Massen-Nord

dzHochschulcampus Unna

Die Stadt Unna will die ehemalige Landesstelle, die das Land vor neun Jahren zunächst geschlossen hatte, als Hochschulstandort weiterentwickeln. Das ist mit verschiedenen Problemen verbunden.

Massen

, 03.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt will die Privatuni, die den Kern der alten Landesstelle gekauft hat, bei ihrer Entwicklung unterstützen. Was wann möglich ist, hängt auch von der Perspektive der Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung in der direkten nördlichen Nachbarschaft ab. Diese Perspektive reicht zunächst nur bis zum Jahr 2024. Bis dahin darf das Land entsprechend einer bisher geltenden Vereinbarung die Erstaufnahme mit einer festgelegten Maximalkapazität betreiben. Bis zu 600 Asylsuchende dürfen in der Einrichtung sein, in Spitzenzeiten für höchstens drei Monate im Jahr bis zu 800 Personen.

Hinter den Kulissen laufen seit Monaten Verhandlungen aller Beteiligten über die Zukunft nach 2024. Stadtsprecher Oliver Böer berichtet von Arbeiten an einem Stadtentwicklungskonzept. Im Rahmen einer vom Land geförderten Planungsinitiative hatten Vertreter des Landes, des Bundes, des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sowie Verantwortliche von Stadt, Kreis, Bezirksregierung und Hochschule Ideen ausgetauscht. Nach einem „Workshop“ entwickele ein Planungsbüro nun ein Konzept. Details werden bisher nicht genannt.

Uni will nach Westen wachsen

„Wir als Stadt vertreten natürlich die Interessen der Hochschule“, sagt Böer. Der Campus soll bekanntlich wachsen. Die Hochschulbetreiber würden gerne westlich angrenzende Immobilien vom Bund übernehmen. Die Privatuni habe das Ziel, „ihr bestehendes Studienangebot um eine internationale Ausrichtung auf Schwellenländer mit einer Präsenthochschule zu ergänzen“. Das hatte die Stadt zuletzt bekannt gegeben, um zu begründen, warum keine Wohnungen des Bundes in der Ex-Landesstelle für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden sollen. Zu Details dieser Erweiterung des Studienangebots will sich wiederum die Hochschule bisher nicht äußern.

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