Gelbe Tonne falsch aufgestellt? Dann bleibt sie künftig stehen

dzMüllabfuhr in Unna

Die Gelbe Tonne bereitet in Unna weiter Probleme. Zu oft steht sie so, dass die neuen Seitenladerfahrzeuge sie nicht greifen können. Jetzt stellt die GWA ein letztes Ultimatum.

Unna

, 15.06.2020, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer seine Gelbe Tonne weiterhin falsch an der Straße platziert, der muss nun damit rechnen, dass die GWA als Abfuhrunternehmen einfach weiterfährt, ohne sie zu leeren.

Ab Mittwoch, 17. Juni, ergreift die kreiseigene Abfall- und Wertstoffgesellschaft härtere Maßnahmen, um die Menschen zur Kooperation zu zwingen bei der Einführung einer neuen Fahrzeugtechnik.

Hintergrund ist die Umstellung auf Fahrzeuge mit einem Seitenladearm. Seit Jahresbeginn setzt die GWA diese Müllfahrzeuge ein, die nur noch von einem Mitarbeiter bedient werden. Gegenüber den früheren Heckladern, bei denen ein Mensch als Ladehelfer die Tonnen an den Haken hängt, verspricht sich die GWA eine Personalersparnis.

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So funktionieren die neuen Seitenlader für die Gelbe Tonne

Seitenlader erfordert Mitwirken der Unnaer

Allerdings läuft die Umstellung in Unna rumpelig. Damit die Seitenlader richtig arbeiten können, müssen die Gelben Tonnen passend dazu an der Straße aufgestellt werden: Im Idealfall stehen maximal einen Meter von der Bordsteinkante entfernt Tonnenpaare mit der Öffnung nach vorn zur Straße und mit den Griffen zu den Häusern. Zwischen den Paaren sollen mindestens 20 Zentimeter Abstand sein.

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GWA lässt die Schonfrist auslaufen

Dies scheint in Unna nicht so oft befolgt zu werden, wie von der GWA erwartet – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Anfangs musste die GWA einräumen, die Veränderungen nicht hinreichend kommuniziert zu haben. Später tauchten Fragen auf, wie die Vorgaben umgesetzt werden sollten, wenn die Örtlichkeiten dies nicht zuließen.

Die GWA setzte zunächst auf einen Übergangszeitraum, in dem auch auf den Ein-Mann-Fahrzeugen noch Ladehelfer mitfuhren, die die Tonnenposition von Hand korrigierten und einen Zettel anhängten, dass man die Behälter beim nächsten Mal bitte genau so wieder vorfinden möchte, wie nach der Leerung abgestellt.

Diesen Aufkleber gibt es nun für falsch aufgestellte Wertstofftonnen – als letzte Warnung, dass die GWA sie beim nächsten Mal nicht mehr leert.

Diesen Aufkleber gibt es nun für falsch aufgestellte Wertstofftonnen – als letzte Warnung, dass die GWA sie beim nächsten Mal nicht mehr leert. © GWA

Nun allerdings ist Schluss damit. Ab Mittwoch dieser Woche gibt es ein letztes Ultimatum: Tonnen, die nicht im Sinne der GWA zur Leerung aufgestellt sind, erhalten einen Aufkleber als Warnung, dass die Behälter künftig nicht mehr abgeholt werden, wenn sie verkehrt stehen.

„Nur das richtige Aufstellen der Behälter gewährleistet einen optimalen Leerungsablauf“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der GWA. Und. „Wer auch künftig den Hinweis des Aufklebers nicht beachtet, bekommt ein Problem: Der Behälter bleibt stehen.“

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