Ganz Hemmerde ist für den Adventsmarkt auf den Beinen

dzAlle zwei Jahre

Der Adventsmarkt in Hemmerde wird von vielen ehrenamtlichen Helfern getragen und dient dem guten Zweck: In diesem Jahr gehen die Erlöse an die Hemmerder Grundschule.

von Sebastian Pähler

Hemmerde

, 15.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Eine Tasse Glühwein trinken, einen Augenblick in der Kirche pausieren, einen Moment ausspannen. Für viele Hemmerder wie auch Gäste von auswärts war das beim Adventsmarkt am Samstag in Unnas östlichstem Stadtteil eine Selbstverständlichkeit. Nicht für Heidrun Herchenröder, die mit der Organisation jede Menge zu tun hatte. Momente der Ruhe – für sie eher selten. Noch bis kurz vor der Eröffnung hatte sie sich um die letzten Zelte gekümmert, den Händlern und Vereinen bei dem Bezug ihrer Buden geholfen. Und auch mit Beginn des Programms endete die Arbeit für die 56-Jährige nicht. „Vor allem gehe ich von Bude zu Bude und frage die Leute, ob sie versorgt sind“, so Herchenröder. Wen auch immer man in Hemmerde fragt: Ihr Name wird immer wieder genannt, wenn es um den Weihnachtsmarkt geht – ohne sie scheint er schlichtweg kaum denkbar.

Heidrun Herchenröder – als gebürtige Hemmerderin ein bekanntes Gesicht im Stadtteil – ist Mitinitiatorin der Veranstaltung. Vor sieben Jahren, erzählt sie, habe sie im Carekauf-Markt an der Kühltheke die Gelegenheit genutzt und Pfarrer Gerhard Ebmeier nach seiner Einschätzung zu der Idee eines Hemmerder Weihnachtsmarktes gefragt. Der sei sofort begeistert gewesen.

Mit ihm an ihrer Seite und noch dazu als Vorsitzende des Gemeindebeirates war es für Heidrun Herchenröder ein Leichtes, mit allen Vereinen und Institutionen in Hemmerde Kontakt aufzunehmen – und so wurde der erste Weihnachtsmarkt geplant. „Dann ist es wirklich zum Selbstläufer geworden“, erzählt Herchenröder. Von der Feuerwehr über Awo und Kyffhäuser bis hin zu den Kindergärten kennen mittlerweile alle ihre Aufgaben. Die Organisation hat sich eingespielt.

Ganz Hemmerde ist für den Adventsmarkt auf den Beinen

Vertreter des Heimatvereins hatten unter anderem Briefmarken mit Hemmerder Motiven mitgebracht.

Alle zwei Jahre veranstaltet das Dorf den Weihnachtsmarkt, der stetig wächst. So konnten mit den Einnahmen des vorangegangenen Marktes etwa Adventsmarktbuden besorgt werden, die auch diesmal wieder eine Woche vor der Veranstaltung auf dem Platz vor der evangelischen Kirche aufgestellt wurden. Zum Gelingen trugen auch wieder Hemmerder Bürger bei. So haben die Mitglieder des Schützenvereins Reibekuchen und Champignons gebraten. Der Heimatverein hatte historische Postkarten und Briefmarken mit Hemmerder Motiven dabei. Der Sportverein war am Getränkestand aktiv und die Landfrauen hatten diesmal viel Zeit in den Aufbau eines reichhaltigen Schokoladenstandes investiert – mit allerhand Leckereien vom heißen Kakao über schokoladenüberzogene Cake-Pops bis hin zur Schoko-Balsamico-Vinaigrette. Das sind freilich nur einige Beispiele, denn eigentlich ist beim Hemmerder Weihnachtsmarkt das ganze Dorf aktiv.

Sehen lassen konnte sich auch das weihnachtliche Programm. Den Markt eröffnen durften die Kinder der Grundschule Hemmerde mit einem Lied, schließlich sollen die Einnahmen in diesem Jahr der Schule zugutekommen. Immer wieder war zudem das Blasorchester Hilbeck Hemmerde zu hören, das rund um die evangelische Kirche an verschiedenen Stellen Weihnachtslieder spielte. In der Kirche, wo eine kleine Krippenausstellung für eine heimelige Atmosphäre sorgte, traten unter anderem der MGV Hemmerde, die Singing Souls, der Tambour-Korps und der „Projektkreis Musik“ auf. Hier begrüßten die Kinder der Grundschule auch die Hemmerder Gäste und den Nikolaus mit Tanz, Gesang und Theaterspiel. Der Nikolaus sang unterdessen nicht nur mit den kleinen und großen Besuchern, sondern hatte auch noch Stutenkerle dabei, die für viel Freude sorgten.

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