Für neue Fahrradparkanlagen an Unnaer Schulen müssen nun doch keine Bäume fallen

dzMit dem Rad zur Schule

Nach Kritik aus der Politik haben die Stadtverwaltung und die Schulleiter ihre Pläne für neue Fahrradabstellanlagen überdacht. Wichtigstes Ergebnis: Es müssen nun doch keine Bäume gefällt werden.

Unna

, 13.06.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unna treibt sein Ausbauprogramm für Fahrradparkanlagen an den Schulen voran. Dafür nimmt die Stadt auch Fördermittel des Bundes in Höhe von 62,5 Prozent der Kosten in Anspruch. 514 neue Fahrradabstellplätze sollen an den weiterführenden Schulen entstehen – das ist das Ziel.

Zur Überplanung zurückgegeben

Die Planung erwies sich in zwei Fällen allerdings als besonders schwierig. Schulleiter und Verwaltung konnten sich zwar auf Flächen einigen, wo die neuen Fahrradständer aufgestellt werden sollen, doch es gab heftigen Gegenwind aus der Politik. Das Opfer wären nämlich fünf Bäume gewesen, die im Schulzentrum Nord und an der Peter-Weiss-Gesamtschule hätten gefällt werden müssen. Der Umweltausschuss wollte dem nicht zustimmen und gab das Thema zur Überplanung an die Verwaltung zurück.

Für neue Fahrradparkanlagen an Unnaer Schulen müssen nun doch keine Bäume fallen

Drei Hainbuchen, die nach den ursprünglichen Plänen nahe der Jahnstraße hätten gefällt werden müssen, scheinen gerettet. © Marcel Drawe

Rettung für Hainbuchen und Linden

Mit Erfolg: Jetzt liegen geänderte Pläne vor, nach denen die drei Hainbuchen an der Peter-Weiss-Gesamtschule und zwei Linden im Schulzentrum Nord erhalten werden können. Der Beirat Fahrrad, der Umweltausschuss und der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung werden nun über diese geänderten Pläne beraten und abstimmen.

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An der Peter-Weiss-Gesamtschule sollen die Fahrradständer nun auf einer Innenhoffläche des Schulgebäudes gegenüber der Sporthalle aufgestellt werden. Ursprünglich war eine an die Jahnstraße angrenzende Grünfläche dafür vorgesehen.

Im Schulzentrum Nord sollen die Fahrradständer nicht wie bislang geplant nahe der Stadthalle aufgestellt werden, sondern weiter nördlich in Richtung Bürgerforum Königsborn.

Veränderung des Förderantrags möglich

Die Stadtverwaltung hat schon Kontakt zum Bund aufgenommen, ob sie die mit ihrem Antrag dort vorgelegte Planung verändern dürfe. Das soll möglich sein.

Die Politik dürfte sich bestätigt fühlen, hartnäckig geblieben zu sein und einer Fällung von Bäumen nicht ohne Weiteres zugestimmt zu haben. Schließlich bringen Jugendliche, die künftig vermehrt mit dem Rad zur Schule kommen sollen, ihre Anliegen zum Klimaschutz auch bei den „Fridays-for-Future“-Demonstrationen vor. Gefällte Bäume wären da wohl das falsche Signal gewesen.

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