Für lärmgeplagte Menschen in Unna waren die Ferien leiser als sonst

Flughafen Dortmund

Das Thema Fluglärm ist ein Dauerbrenner in Unna. Vor allem in Massen, aber nicht nur da. Jetzt zieht der Flughafen Dortmund Herbstferien-Bilanz – und über die freut sich wohl manch Unnaer.

Unna

, 29.10.2020, 19:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wizz Air hat sein Angebot für Reisen von Dortmund nach Griechenland deutlich ausgebaut. Davon profitierte der Flughafen Dortmund, der sonst ein ernüchterndes Fazit für die Herbstferien zog.

Wizz Air hat sein Angebot für Reisen von Dortmund nach Griechenland deutlich ausgebaut. Davon profitierte der Flughafen Dortmund, der sonst ein ernüchterndes Fazit für die Herbstferien zog. © Peter Bandermann (Archivfoto)

Diese Nachricht ist Wasser auf die Mühlen der Flughafengegner: Der Airport Dortmund hat ein ernüchterndes Fazit für die Herbstferien gezogen. Weniger Flüge, weniger Passagiere – die Ferien waren für die sonst oft lärmgeplagten Unnaer leiser als sonst. Flughafengegner führen immer wieder das Argument an, dass der Airport nicht wirtschaftlich sei.

Sonst üblicher Ferien-Effekt bleibt aus

„Die Ferien fanden in diesem Jahr am Airport faktisch nicht statt“, resümiert der neue Flughafen-Chef Ludger van Bebber. „In der Regel nimmt während der Ferienzeit die Anzahl der Fluggäste im Vergleich zu den Vorwochen zu. In diesem Jahr haben wir einen umgekehrten Effekt gesehen. In den zwei Wochen vor den Herbstferien nutzten noch sechs Prozent mehr Passagiere den Flughafen.“

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Während der NRW-Herbstferien nutzten 63.242 Passagiere den Dortmund Airport für ihre Reise. Das sind 51 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank die Anzahl der Flüge um 11 Prozent.

Die meisten Fluggäste flogen in den Herbstferien von Dortmund nach Rumänien (10.164 Passagiere) oder Polen (9.675 Passagiere). Die Verbindungen in diese beiden Länder werden hauptsächlich von Personen genutzt, die Familien und Freunde im Ausland besuchen.

Nur Griechenland mit deutlichem Plus

Als einziges touristisches Ziel erlebte Griechenland mit 8.441 Passagieren einen deutlichen Anstieg an Passagieren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1.356 Fluggäste). Gründe dafür sind das stark ausgebaute Angebot der Wizz Air nach Griechenland und die Tatsache, dass Griechenland nicht als Risikogebiet definiert wurde.

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