Für das größere Krankenhaus ist auch eine neue Anbindung an den Ring geplant

dzKlinikum

Kommt der Krankenhausneubau, dann verändern sich in Unna auch Verkehrswege bis hin zum Ring. Noch ist vieles offen. Was die erhofften Fördermittel angeht, sind die Planer aber zuversichtlich.

Unna

, 23.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um ihre ambitionierten An-, Umbau- und Sanierungspläne umzusetzen, braucht die Führungsriege des künftigen Christlichen Klinikums Unna Geld. Die Aussicht auf Fördermittel gilt aber als sehr gut. Wenn sie kommen, würden sich in Unna auch Verkehrswege verändern.

Ökumene-Gedanke ist gut für Fördermittel

Das Evangelische Krankenhaus und das Katharinen-Hospital fusionieren. Zufällig zur selben Zeit hat das Land Nordrhein-Westfalen einen Krankenhausstrukturfonds aufgelegt: 840 Millionen Euro sollen in Projekte fließen. Ein Konjunkturprogramm des Bundes lässt noch mehr Mittel für NRW erwarten.

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Einen wesentlichen Teil dieses Fördertopfes wollen Unnas Krankenhausplaner nach Unna holen, und die Situation der beiden Häuser gilt als ideal: Insbesondere trägerübergreifende Maßnahmen, die Doppelstrukturen beseitigen und Versorgungsqualität erhöhen, sollen gefördert werden. So teilt es das NRW-Gesundheitsministerium mit. Trägerübergreifend: Dass ein katholisches und ein evangelisches Krankenhaus zusammengehen, das gibt es bisher landauf, landab nur in Unna.

Förderbescheid im Sommer 2021 erwartet

Auch die anderen Kriterien sollten gut zu den Unnaer Planungen passen. Entsprechend zuversichtlich zeigen sich Christian Larisch, Geschäftsführer des katholischen Hospitalverbunds, und Dr. Dietmar Herberhold, Stiftungsvorstand des Evangelischen Krankenhauses. Die Leitungen von KK und EK rechnen mit einem Förderbescheid in gut einem Jahr. Fällt er wie erhofft positiv aus, wäre das „aus Sicht von Unna ein absoluter Glücksfall“, sagt Herberhold. Ein Krankenhaus in der künftigen Größe hätte keine Stadt in der Größe von Unna.

Die Tiefgarage am Katharinen-Hospital mit ihren 200 Stellplätzen ist zu Stoßzeiten voll. Ein neues Parkhaus könnte für Entlastung sorgen.

Die Tiefgarage am Katharinen-Hospital mit ihren 200 Stellplätzen ist zu Stoßzeiten voll. Ein neues Parkhaus könnte für Entlastung sorgen. © Udo Hennes

Haupteingang soll verlegt werden

Vor allem am heutigen Standort des Katharinen-Hospitals würde sich baulich einiges verändern, inklusive der bisher bekannten Verkehrswege. Wenn der geplante Anbau Richtung Westen realisiert wird, dann soll der Haupteingang an den westlichen Rand des Neubaus verlegt werden.

Die Zufahrt für Autos würde dann vom Verkehrsring aus nicht mehr über die Obere Husemannstraße erfolgen, sondern über die Mozartstraße. Ein neues Parkhaus am Beethovenring mit mehreren Hundert Stellplätzen kürzt den Weg für Pkw-Nutzer ab. Es gilt als wichtige Ergänzung, da das jetzige Parkhaus am KK schon ausgelastet ist.

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Ideal wäre eine neue Zufahrt vom Ring

Im Idealfall müsste der Autoverkehr auch die Mozartstraße nicht belasten. Die Krankenhausplaner würden gern eine Zufahrt direkt vom Ring zum neuen Parkhaus einrichten. Dem müsste aber Straßen NRW auch zustimmen.

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