Fünf Verstorbene, noch 31 infiziert - trotzdem Grund zur Hoffnung im Haus Husemann

dzCorona im Seniorenheim

Im Haus Husemann dauert die Corona-Notlage an. Neben der Trauer um fünf verstorbene Bewohner versucht das Team, infizierte und gesunde Senioren in Ruhe zu versorgen. Gute Nachrichten gibt es auch.

Unna

, 28.10.2020, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Haus Husemann ist weiterhin stark vom Coronavirus betroffen. Inzwischen sind fünf Bewohner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, über 30 Infizierte müssen isoliert werden. Im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte der geschäftsführende Inhaber Stefan Spies die Lage und warum er inzwischen auch Licht am Ende des Tunnels sieht.

31 infizierte Bewohner, drei im Krankenhaus

Aktuell befänden sich drei der an Corona erkrankten Senioren in stationärer Behandlung. Sie seien aber nicht auf Intensivstationen und müssten nicht beatmet werden, erklärte Spies. Langsam verbessert sich die Infektionslage: Insgesamt 34 Menschen galten am Mittwochmittag noch als infiziert. Am Nachmittag konnte Spies dann drei neue Negativtests melden, also drei Bewohner, die wieder gesund sind. „Wir brauchen einfach Zeit“, sagte Spies.

Die noch Infizierten sind voll isoliert. Spies erklärt, diese Bewohner seien alle in einem separaten Bereich des Hauses untergebracht, durch eine Schleuse getrennt vom Rest.

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Weiterhin nur das Haupthaus betroffen

Nach wie vor bleibt die Infektion auf das Haupthaus der Unnaer Einrichtung beschränkt. Die Häuser „2“ und „Veilchenweg“ sind weiterhin nicht betroffen. Das sofort umgesetzte Konzept der Isolation der drei Häuser funktioniert also. Alle Bewohner und Mitarbeiter der beiden bisher „gesunden“ Trakte sind bereits dreimal negativ auf Corona getestet worden. Diese Bewohner könnten sich wieder frei in ihren Häusern bewegen, auch im Außengelände spazieren. Therapeuten dürfen wieder ins Haus. Angehörige hingegen müssen bisher noch mit Videochats oder Telefonieren den Kontakt halten. Was Besuche angeht, werde an Lösungen gearbeitet, so Spies.

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Gesundete Pflegekräfte kommen wieder

In Haus 1 gibt die Personalsituation Spies Anlass zur Hoffnung, dass sich die Lage absehbar verbessert: Sieben Mitarbeiter waren positiv auf Corona getestet worden. Zwei seien inzwischen wieder im Dienst, die dritte werde in den nächsten Tagen wiederkommen, die vierte werde erwartet, berichtet der Chef. „Da ist Licht am Ende des Tunnels sichtbar.“

Pflegekräfte mit positivem Corona-Befund müssen zu Hause bleiben, was die Personalsituation anspannt. Bisher hätten alle Mitarbeiter die Lage aber unter den Umständen sehr gut gemeistert. Die Versorgung der Menschen sei immer sichergestellt gewesen, mit größtmöglicher Ruhe. „Ich habe Hochachtung vor den Mitarbeitern. Das Team macht eine tolle Arbeit“, sagt Stefan Spies.

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