Es geht auch günstiger: So kann Unna die Kosten für die Nutzung der Friedhöfe senken

dzGebühren

Friedhöfe dienen der Allgemeinheit, sollen aber nicht von ihr bezahlt werden. Die Stadt Unna legt die Kosten auf die tatsächlichen Nutzer um. Zuletzt kam sie aber über das Ziel hinaus.

Unna

, 29.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Nutzung der Friedhöfe in Unna wird im kommenden Jahr günstiger. Im Durchschnitt sollen die Gebühren um 3,2 Prozent sinken. Das geht aus einem Vorschlag hervor, den die Friedhofsverwaltung bei den Stadtbetrieben nun der Politik in Unna unterbreitet.

Unna hatte im neuen Jahrtausend damit begonnen, die Bezuschussung der Friedhöfe aus der Stadtkasse zu senken. Vorgabe für die Stadtbetriebe war eine 100-prozentige Kostendeckung durch die Nutzer, die 2010 erstmals erreicht wurde.

Tatsächlich traten in den Jahren darauf sogar Überdeckungen aus. Das hat gleich zwei Folgen: Zum einen kann eine Rücklage aufgelöst werden, zum anderen rechnen die Stadtbetriebe nun mit anderen Zahlen. Das bewirkt für 2020 die Senkung.

Problem bei der Gebührenberechnung für die Friedhöfe ist, dass die Nutzerzahlen nur grob vorherzusehen sind: Naturgemäß sterben mal mehr Menschen und mal weniger. 2018 gab es auf den Friedhöfen in Unna 518 Beisetzungen, und zwar 164 im Sarg und 354 in der Urne.

Die Gebührensenkung um 3,2 Prozent ist ein Mittelwert über alle Leistungen der Friedhöfe, fallen im Einzelnen aber unterschiedlich aus. Konkrete Werte finden sich in der aktuellen Gebührentabelle, die als Vorschlag bereits vorliegt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Einbruch
Schrott-Container an der Viktoriastraße in Unna durchwühlt: Polizei fasst Täter vor Ort
Meistgelesen