Förderer der Jüdischen Gemeinde in Unna stellen sich neu auf

dzNach Jänig-Rücktritt

Die Zusammenarbeit zwischen der Jüdischen Gemeinde und ihrem „Freundeskreis“ könnte sich verändern. Der Förderverein will sich neu aufstellen und ruft die Mitglieder zur außerordentlichen Versammlung.

Unna

, 23.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach dem Rücktritt von Prof. Dr. Christian Jänig und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern sollen die Lücken im Vorstand rasch geschlossen werden. Zudem gibt es Gesprächsbedarf.

Der Restvorstand unter dem stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Düsberg will die Mitglieder daher vorzeitig zu einer außerordentlichen Versammlung zusammenrufen. Es geht um Neuwahlen, aber auch um eine mögliche Neuausrichtung des Fördervereins.

Als Termin ist der 4. September vorgesehen. Die nächste turnusgemäße Mitgliederversammlung des Fördervereins würde es erst im Frühling des nächsten Jahres geben.

Gemeinde unzufrieden mit ihren Förderern

Der bisherige Vorsitzende Jänig hatte seinen Rücktritt erklärt, weil es zu persönlichen Spannungen zwischen ihm, der Gemeindevorsitzenden Alexandra Khariakova und der Geschäftsführerin des Landesverbandes progressiver jüdischer Gemeinden in NRW gekommen war.

Diese Entscheidung liegt nun schon einige Wochen zurück, wurde aber aus Rücksicht auf die Feierlichkeiten zur Einweihung der Synagoge erst im Anschluss daran bekannt gegeben.

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Im Streit ging es offenbar darum, dass die Funktionäre der Gemeinde und ihres Dachverbandes unzufrieden mit der Arbeit waren, die der Förderverein geleistet hat. Ausgehend davon muss sich die Angelegenheit dann etwas hoch geschaukelt haben. Als die Ha-Kochaw-Gemeinde ihren Freundeskreis um ein Grußwort zur Eröffnungsfeier bat, wandte sie sich nicht an den Vorsitzenden Jänig, sondern gleich an seinen Stellvertreter Jürgen Düsberg.

Freundeskreis bedauert Jänigs Rücktritt

Jener nahm inzwischen Stelung zur aktuellen Situation: „Der Freundeskreis für die Jüdische Gemeinde im Kreis Unna bedauert den Rücktritt seines langjährigen Vorsitzenden Prof. Christian Jänig und den von zwei Beisitzerinnen“, schreibt Düsberg. Der derzeitige Vorstand werde bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu Nachwahlen aufrufen, um die Fortsetzung der Arbeit zu gewährleisten.

Alle drei nun ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder hätten in den zurückliegenden Jahren engagiert an den Zielen des Freundeskreises mitgewirkt. Düsberg hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde. Und er betont: „Der Vorstand freut sich über die kürzliche Einweihung der erneuerten Synagoge in Massen und wünscht der Jüdischen Gemeinde weiterhin ein gesegnetes Wachsen und Gedeihen.“

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