Meinolf Schmidt führt die Freien Wähler in Unna an

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Die Freien Wähler bestätigen jetzt auch offiziell die Kandidatur für den Unnaer Stadtrat. Flächendeckend anzutreten, gelingt ihnen diesmal allerdings nicht.

Unna

, 30.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum dritten Mal kandidieren die Freien Wähler in Unna für einen Einzug in den Stadtrat. Diesmal allerdings hatten sie mit besonderen Härten zu kämpfen. So war die Kandidatenaufstellung überschattet vom Tod des FW-Ratsmitgliedes Jörg Hißnauer vor dreieinhalb Wochen. Und auch die Suche nach Mitstreitern schien schwierig zu sein.

Am Ende gelingt es den Freien Wählern nicht ganz, in Unna flächendeckend zu kandidieren. In drei Wahlbezirken wird kein Vertreter der FW wählbar sein. Es sind die Bezirke 1, 2 und 14, also Teile von Massen, Königsborn und Unna. In den anderen 20 Bezirken sammelt ein Kandidat Stimmen für die Freien Wähler.

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Bei den Kommunalwahlen 2009 und 2014 war jeweils ein Sitz von einem Vertreter der Freien Wähler eingenommen worden, und zwar von Jörg Hißnauer. 2014 gelang ihm dies im Listenverbund mit der FLU, der allerdings kurz nach der Wahl zerbrach. 2009 war Hißnauer allein für die FW angetreten. Im Rat hatte er sich dann zeitweilig in einer Fraktionsgemeinschaft mit der FDP angeschlossen

Den zweimaligen Einzug in den Stadtrat schaffte die FW bislang über die Reserveliste, während die Direktmandate in Unna zuletzt durchweg von den großen Pateien geholt wurden.

Spitzenkandidat ist Meinolf Schmidt

Für die Kommunalwahl 2020 geht Meinolf Schmidt auf Listenplatz 1 ins Rennen. Schmidt und Hißnauer hatten die Freien Wähler Unna einst begründet. Nach dem Tod Hißnauers hatte Schmidt auch dessen Ratsmandat übernommen, sodass der neue Spitzenkandidat der FW formell bereits Ratsmitglied ist. Auf den weiteren Listenplätzen folgen Holger Schömann, Pascal Simon und Benjamin Swacinna.

Wahlkampf hauptsächlich digital

Die Freien Wähler hatten sich erst kurz vor dem Fristende am vergangenen Montag im Rathaus angemeldet und dort zunächst um Vertraulichkeit gebeten. Sie wollen sich in der kommenden Woche offiziell als Wahlmöglichkeit vorstellen.

Dabei erklärt Spitzenkandidat Schmidt, dass der Wahlkampf im Wesentlichen über digitale Kanäle im Internet erfolgen soll. Eine persönliche Ansprache der Menschen schließe er zwar nicht völlig aus, aber sie werde sicherlich nicht im Vordergrund stehen. „Angesichts der Corona-Situation halte ich es nicht für zielführend, mit Ständen in der Stadt zu stehen und Stifte zu verteilen. Viele Wähler sind ja im etwas höheren Alter, und gerade auf ihre Gesundheit müssen wir achtgeben.“

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