Mit Video: Frank Ellerkmann (FDP) will Unna und die Dörfer attraktiver und sicherer machen

Bürgermeisterwahl Unna

Wer wird Unnas neuer Bürgermeister? Die Antwort der FDP lautet: Frank Ellerkmann. Die Ziele des geselligen 57-Jährigen: mehr Sicherheit, eine attraktive Stadt und Verkehrsfluss mit neuen Ideen.

Unna

, 05.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frank Ellerkmann (FDP) kandidiert für das Bürgermeisteramt in Unna. Er nahm für unsere Redaktion an seinem Lieblingsort Platz: am Alten Markt.

Frank Ellerkmann (FDP) kandidiert für das Bürgermeisteramt in Unna. Er nahm für unsere Redaktion an einem seiner Lieblingsorte Platz: am Alten Markt. © Raulf

Frank Ellerkmann ist ein geselliger Mensch, der sich in seiner Heimatstadt Unna wohlfühlt. Den Alten Markt, einen seiner Lieblingsorte, erlebt er am liebsten gemütlich, im Gespräch bei einer Tasse Kaffee. Und immer wieder winkt er dabei fröhlich Bekannten zu, verbunden mit einem kumpelhaften Gruß. Offen für alle, keine Berührungsängste. So wirkt der FDP-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Unna.

Video
FDP-Bürgermeisterkandidat Frank Ellerkmann im Interview

Frank Ellerkmann (57) ist in Lünern aufgewachsen und lebt dort neuerdings auch wieder: in einem Drei-Generationen-Haushalt mit seiner Frau, zwei erwachsenen Kindern und seiner Mutter. Er mag das Leben im Dorf, umgeben von Natur, aber auch das Wohnen in der Stadtmitte habe er genossen. Für Lünern freut es ihn, dass dort zumindest wieder ein Café eröffnet ist, demnächst vielleicht ein Dorfladen. Jedes Dorf brauche solche Anlaufpunkte, Orte, an denen die Menschen zusammenkommen können. „Nur Menschen, die sich austauschen, können auch voneinander lernen und miteinander lachen.“

„Nur Menschen, die sich austauschen, können auch voneinander lernen und miteinander lachen.“
Frank Ellerkmann

Keine Rathauserfahrung, also frei im Denken

„Unna kann mehr“, sagt der FDP-Kandidat. Mehr Leben in den Dörfern und besonders wichtig: mehr Attraktivität in der Innenstadt. Aus Gesprächen mit Älteren wisse er: Früher gab es mehr Bänke, mehr Grün, mehr Möglichkeiten zum Verweilen. In Unna fehle auch das eine oder andere Geschäft, besonders für Jüngere, so Ellerkmann.

Frank Ellerkmann ist seit fast 40 Jahren Polizist, aktuell Bezirksbeamter in Kamen. Damit gehört er auch zu den Bürgermeisterkandidaten, die keine Erfahrung in der Kommunalverwaltung mitbringen. Als Nachteil sieht er das nicht. Ein Bürgermeister, der schon aus der Verwaltung kommt, habe bestimmte Schemata im Kopf. „Ich bin da total frei.“

Auch der Flughafen hat zwei Seiten

Der FDP-Kandidat will Probleme nicht zu einseitig betrachten. Den Flughafen und die in Unna so umstrittenen Planungen zum Beispiel: In der FDP gibt es unterschiedliche Meinungen dazu. Er kenne das Lärmproblem, da er schon direkt an mehreren Lärmquellen gewohnt habe: in der Nähe von Kirchenglocken und der B1. „Das hat mich aber nicht belastet. Ich hätte ja woanders hinziehen können.“ Und er wolle auch die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für Unna in den Blick nehmen. So gebe es zum Beispiel auch Fluggäste, die in Unna im Hotel übernachten. Während viele in Unna die Erweiterung der Landebahn grundsätzlich ablehnen, sieht Ellerkmann sie als Option. Es müssten aber erst einmal Gespräche mit Fachleuten und Bürgern geführt werden, „mit allen Bürgern“, betont Ellerkmann, „auch mit denen, die vom Flughafen profitieren“.

Frank Ellerkmann ist von Beruf Polizist. Der Lünerner ist als Bezirksbeamter in Kamen tätig.

Frank Ellerkmann ist von Beruf Polizist. Der Lünerner ist als Bezirksbeamter in Kamen tätig. © Stefan Milk

Kernthemen Verkehr und Sicherheit

Mit der Verkehrswende hat sich der leidenschaftliche Fahrradfahrer bereits eingehender beschäftigt. So regt er an, Verkehrsarten möglichst baulich zu trennen: separate, sichere Routen für Auto und Fahrrad. Und beim Thema öffentliche Sicherheit und Ordnung ist er Fachmann.

„Man muss mit Jugendlichen auch sprechen, nicht nur über sie meckern.“
Frank Ellerkmann

„Es gibt Angsträume in Unna“, sagt Ellerkmann. Bürger hätten ihm bestätigt, dass sie sich an bestimmten Orten nicht sicher fühlten. Hier müssten mehr uniformierte Kräfte eingesetzt werden, die Präsenz zeigen. Das Personal im Ordnungsamt müsse besser geschult und ausgestattet werden. „Das kostet dann auch mehr Geld. Das geht nicht anders.“

Geht es um Jugendliche, die in der Stadt Lärm machen oder Müll hinterlassen, dann regt Ellerkmann eine Herangehensweise an, die zu dem Vater, „Dorfsheriff“ und Fußballbetreuer zu passen scheint: „Man muss mit Jugendlichen auch sprechen, nicht nur über sie meckern.“

Dieses Porträt ist Teil einer Serie zur Kommunalwahl 2020, in der wir alle acht Bürgermeisterkandidatinnen und - kandidaten für Unna vorstellen. Täglich um 17 Uhr erscheint auf dieser Seite eine neue Folge.
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