Feuerwehr-Motorradclub möchte wachsen und Gutes tun

dzBenefizaktion

In den Augen vieler Menschen sind Motorradclubs nichts Gutes. Immer wieder beweisen Positiv-Beispiele aber das Gegenteil. Die „Red Knights“ etwa: Bei ihren Mitgliedern liegt Helfen in den Genen.

Unna

, 25.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser Motorradclub ist besonders: Die Mitglieder der „Red Knights“ sind allesamt Feuerwehrleute – die Farbbezeichnung im Clubnamen weist auf das Rot der Feuerwehr hin. Dass der Club mit immer wieder in der Öffentlichkeit auftauchenden Rockern nichts zu tun hat, liegt nahe.

Gegründet wurde der Motorradclub in den USA, wo er auch heute noch seinen Sitz hat. Längst haben die „Red Knights“ aber auch in Deutschland Fuß gefasst und auch Feuerwehrleute aus dem Kreis Unna sind dort aktiv.

Gründung in den USA

Es war eine Handvoll Feuerwehrleute, die am 19. Oktober 1982 in Boylston (Massachusetts/USA) die „Red Knights“ gründete. Der Grund war außergewöhnlich: Es gab schon die „Blue Knights“ für Angehörige von Polizei und Justiz. Dort aber durften Feuerwehrleute nicht mitmachen, weil sie weder ein Festnahmerecht haben, noch Waffen tragen.

Inzwischen gibt es weltweit mehr als 10.000 Feuerwehrleute, die den mehr als 350 Untergruppen – sogenannten Chaptern – angehören. Sie helfen, wenn sie Menschen retten, Brände löschen oder bei Katastrophen im Einsatz sind. Sie verfolgen aber auch einen Benefizgedanken. Überall gibt es Aktionen, mit denen die „Roten Ritter“ Projekte unterstützen.

Feuerwehr-Motorradclub möchte wachsen und Gutes tun

Mechthild Figge freute sich über die Spende der „Red Knights Germany“, die (v.l.) Kathrin „Kathi“ Köhler, Michael „Red Bandit“ Köhler, Jürgen „Turbo“ Galuba, Helmut „Black Tool“ Droldner und Alfred „Grisu“ Markoff übergaben. © Udo Hennes

Das Familienzentrum Keep in Königsborn durfte sich jetzt über einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro freuen. Die Mitglieder des Chapters 9 mit Sitz in Castrop-Rauxel hatten das Geld beim Waffelbacken auf dem Stadtteilfest des Vereins „Mein Ickern“ in Castrop-Rauxel erwirtschaftet.

Freude im Familienzentrum Keep

Mechthild Figge, Leiterin des Familienzentrums, war begeistert. Sie will im Team besprechen, wie das Geld in der Einrichtung der Sozialpädagogischen Initiative Unna sinnvoll eingesetzt werden kann.

Jürgen Galuba, Präsident des Chapters 9 der „Red Knights Gemany“, informierte die Erzieherin ausführlich über den Motorradclub, als er gemeinsam mit vier weiteren Mitgliedern in Königsborn auftauchte. Der Club engagiert sich immer wieder sozial, regelmäßig zum Beispiel auch für den Verein „Paulinchen“, der sich um brandverletzte Kinder kümmert.

Alle Mitglieder haben Spitznamen

Die Mitglieder, die allesamt Spitznamen tragen, die auch auf ihren Motorradjacken zu lesen sind, treffen sich regelmäßig in ihrem Vereinsraum in Castrop-Rauxel. Nach den Treffen unternehmen sie – so es das Wetter zulässt – gemeinsame Ausfahrten. Daneben gibt es weitere Veranstaltungen, an denen sie sich beteiligen.

Im Kreis Unna gibt es bislang sechs Feuerwehrleute, die sich dem Chapter 9 der „Red Knights“ angeschlossen haben. Geht es nach Jürgen und Kathrin Köhler, die in Unna leben und den Kontakt zum Familienzentrum Keep geknüpft haben, dürften es aber gerne noch mehr werden. „Wir freuen uns natürlich, wenn noch mehr Feuerwehrleute auf den Club aufmerksam werden“, sagt Jürgen Köhler.

Feuerwehr-Motorradclub möchte wachsen und Gutes tun

Mit Motorrädern aller Art unternehmen die „Red Knights“ Ausfahrten. Einzige Voraussetzung: Über 350 Kubikzentimeter Hubraum müssen die Bikes mindestens verfügen. © Privat

Mitglied werden können Feuerwehrleute sowie deren Angehörige und sogar Kinder. Für alle erwachsenen Mitglieder gilt: Sie müssen über einen Motorradführerschein verfügen und ein Bike mit mindestens 350 Kubikzentimetern Hubraum zur Verfügung haben.

Präsenz im Internet

Wer sich informieren will, findet im Internet unter https://www.red-knights-germany-9.de viele Hintergründe und Kontaktmöglichkeiten. Galerien verweisen zudem auf das soziale Engagement des Clubs sowie die vielen gemeinsamen Touren und Veranstaltungen.

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