Fertigstellung bis Mitte 2020: Büroneubau im Indupark schafft Platz für 80 Stellen

dzBürogebäude

Im Indupark entstehen weitere Arbeitsplätze. Die Privatärztliche Verrechnungsstelle baut ein neues Bürogebäude. Räume für insgesamt 80 Mitarbeiter sollen bis Ende 2020 fertiggestellt sein.

Unna

, 15.08.2019, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde symbolisch der Grundstein für ein neues Bürogebäude im Indupark gelegt. Der dreigeschossige Bau soll voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres fertiggestellt sein. Bauherrin und Inhaberin ist die Privatärztliche Verrechnungsstelle Westfalen-Süd (PVS). Der Ärzte-Dienstleister hatte im Jahr 2013 aus Platzgründen seinen Sitz in der Unnaer Innenstadt aufgegeben und hatte das futuristische Gebäude neben dem Stadtwerke-Hauptsitz an der B1 übernommen. Der damalige PVS-Geschäftsführer hatte in dem Zuge eine Fläche nebenan mitgekauft. Nun ist die PVS einer Bebauungsverpflichtung nachgekommen.

Gebäude könnte erweitert werden

Die entstehenden Büroflächen werden zunächst komplett fremdvermietet. Für einige Einheiten gebe es bereits Interessenten, sagte Andree Matern, 1. Vorsitzender der PVS, bei der Grundsteinlegung. Das bedeutet im Umkehrschluss: Es ist noch Platz. Insgesamt rund 80 Personen können in dem Gebäude arbeiten. Die Büros sind zwischen 150 und 260 Quadratmeter groß. Architekt Andreas Weicken hat ein Gebäude geplant, das flexibel aufgeteilt werden kann. Der U-förmige Bau hat insgesamt drei Etagen auf einer Grundfläche von 1250 Quadratmetern. Richtung Osten wäre noch Platz für eine Gebäudeerweiterung.

Fertigstellung bis Mitte 2020: Büroneubau im Indupark schafft Platz für 80 Stellen

Im neuen Bürogebäude verewigen die Verantwortlichen eine Kapsel mit Zeugnissen der Zeit. Das Foto von der symbolischen Grundsteinlegung zeigt den PVS-Vorsitzenden Andree Matern (l.), Geschäftsführerin Kerstin Miller und Architekt Andreas Weicken. © Weicken Architekten

Heizwärme kommt aus der Luft

Architekt Weicken erläuterte einige energetische Besonderheiten. Der Betonbau ist wärmegedämmt. Heizenergie erzeugt eine Luft-Wärme-Pumpe. Diese wandelt die Wärme der Umgebungsluft in Heizwärme um. Neben dem Gebäude entstehen Fahrradstellplätze und Auto-Parkplätze inklusive einer Ladesäule für Elektroautos. Den Strom dafür erzeugen die Hausherren selbst: Auf dem Bestandsgebäude der PVS direkt nebenan erzeugt eine Fotovoltaikanlage Sonnenstrom.

Stempel und Kugelschreiber als Zeitzeugen

Bei der Grundsteinlegung mauerten die Verantwortlichen für den Bau symbolisch eine Zeitkapsel ein, wie es der Tradition entspricht. Sollte in Jahrzehnten oder Jahrhunderten jemand aus irgendeinem Grund die Kapsel ausgraben, würde er anhand des Inhalts erfahren, in welcher Zeit das Gebäude entstand. Dabei würden dann neben Bauplänen ein paar Euromünzen, eine aktuelle Tageszeitung und eine Urkunde mit den aktuellen politisch Verantwortlichen helfen. Außerdem enthalten sind eine Broschüre und ein Maskottchen der PVS. Und: ein Stempel und ein Kugelschreiber. „So etwas wird in 200 Jahren niemand mehr kennen“, sagte PVS-Geschäftsführerin Kerstin Miller.

Über PVS

Abrechnungen für Privatärzte seit 1938

  • Die Privatärztliche Verrechnungsstelle Westfalen Süd (PVS) wurde 1938 in Dortmund gegründet. Ziel war es, Ärzte von Verwaltungstätigkeiten zu entlasten.
  • Das Kerngeschäft sind Abrechnungen für Privatärzte. Allein im Jahr 2017 verschickte die PVS nach eigenen Angaben 761.000 Rechnungen mit einer Honorarsumme von 138 Millionen Euro.
  • Aktuell betreuen in Unna 71 Mitarbeiter über 1600 Ärzte. Das Einzugsgebiet reicht von Lippstadt/Hamm im Norden bis Siegen im Süden, von Herne/Bochum im Westen bis Brilon/Marsberg im Osten.
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