Feldbrände oft in Massen - als Brandstifter werden gedankenlose Raucher vermutet

dzFlächenbrände

Flächenbrände sind nicht ungewöhnlich bei langer Trockenheit. Auffällig erscheint eine Häufung von Vorfällen in Massen. Es sind aber auch andere Ortsteile betroffen. Ein Zusammenhang wird vermutet: mit Rauchen.

Unna

, 01.08.2019, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang Juli brannte es in einem Wäldchen nahe der Dortmunder Straße, Mitte des Monats auf einem Feld an der Gudrunstraße, am 23. Juli dann kam es zu dem Großbrand an der Dortmunder Straße. Das Feuer drei Tage später an der Eintrachtstraße war wieder relativ klein, der Brand am Mittwoch dieser Woche an der Bismarckstraße größer. Das alles ist in Massen passiert. Zufall?

Unnas stellvertretender Wehrleiter Olaf Weischenberg bestätigt, dass Feldbrände die Feuerwehr in den vergangenen Wochen viel beschäftigt haben - einige in Massen, aber nicht nur. Auch im Unnaer Osten, Unna-Süd und Kessebüren beispielsweise musste die Feuerwehr Felder löschen. Nicht alle haben öffentlich Aufsehen erregt wie die großen Einsätze in Massen. Darüber hinaus sind brennende Äcker freilich auch in anderen Kommunen ein Phänomen des Sommers mit wenig Regen und viel Hitze.

Polizei: Keine Hinweise auf Verdächtige

Wenn sich in räumlicher Nähe ähnliche Vorfälle häufen, würde die Polizei das durchaus im Auge behalten, sagt Sprecherin Vera Howanietz. Zusammenhänge seien denkbar, Anhaltspunkte dafür gebe es aber bisher nicht. „Wir haben keine Hinweise auf Verdächtige“, sagt Howanietz. Beteiligt werde die Polizei bei größeren Flächenbränden immer. Ermittlungsverfahren würden dann in der Regel eingeleitet und letztlich an die Staatsanwaltschaft übergeben. Gerade wenn es sich um ein noch nicht ganz abgeerntetes Feld handelt, entstehe dem Besitzer oder Pächter ja auch ein wirtschaftlicher Schaden, sagt Howanietz.

Brandherd am Straßenrand

Ein Verdacht zur Ursache der Feuer steht allerdings im Raum. Dass weggeworfene Zigarettenkippen in einem oder mehreren Fällen die trockenen Halme in Brand gesetzt haben, gilt als wahrscheinlich. Viele der Feldbrände hätten erkennbar an Straßenrändern ihren Anfang genommen, berichtet Vize-Feuerwehrchef Weischenberg. Auch er hält glühende „Stummel“, bei der Fahrt aus dem Fenster geworfen, für eine wahrscheinliche Ursache. Howanietz erinnert daran, dass Raucher sich bei einem solchen Verhalten der fahrlässigen Brandstiftung schuldig machen. Ermittlungen aber seien meist schwierig.

Feuer breiten sich schnell aus

Wie gefährlich dieses Wegschnippen einer „Kippe“ ist, hatte vor allem der Flächenbrand an der Dortmunder Straße gezeigt, der sich durch ungünstigen Wind schnell auf die Buderussiedlung zufraß. Die Stadt Unna hatte den Fall zum Anlass genommen, auf die aktuelle Brandgefahr und Verhaltensregeln hinzuweisen.

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