Politik

FDP: Massens Supermarkt-Duo ist gewollt – und Häme fehl am Platz

Bei den Bündnisgrünen stößt der Investorenwechsel im Supermarktprojekt an der Massener Bahnhofstraße auf Vorbehalte. Die FDP hält dagegen: Eine Mehrheit wolle die Geschäfte und sollte sie auch bekommen.
Zumindest in dieser Form wird es das Supermarkt-Duo aus Edeka und Lidl wohl nicht geben, da die Grundeigentümer der Fläche an der Massener Bahnhofstraße Entwickler Robert Löer durch den Großinvestor Ten Brinke ersetzen wollen.
Zumindest in dieser Form wird es das Supermarkt-Duo aus Edeka und Lidl wohl nicht geben, da die Grundeigentümer der Fläche an der Massener Bahnhofstraße Entwickler Robert Löer durch den Großinvestor Ten Brinke ersetzen wollen. © Löer Immobilien

Ideologie sei für die Grünen offenbar wichtiger als die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Massen – mit dieser Kritik äußert sich die FDP-Fraktion im Unnaer Stadtrat zum Investorenwechsel beim Supermarktprojekt in Massen und zu einem Kommentar der Unnaer Grünen dazu.

Nach sechs Jahren Planungsphase am Projekt hatten sich die Eigentümer einer Freifläche an der Massener Bahnhofstraße entschieden, eine Ausstiegsklausel aus dem Grundstückskaufvertrag mit Entwickler Robert Löer zu nutzen und stattdessen in Verhandlungen mit dem Großinvestor Ten Brinke einzusteigen. Unnas Grüne reagierten darauf umgehend mit dem Ausdruck größter Skepsis. Es „Schlimmstes“ zu befürchten, eventuell ein weiterer „Betonklotz“ im Stile der Neuen Mühle.

Die FDP hingegen sieht in derlei Äußerungen eine „Nebelbombe“, mit der die Grünen „ihre grundsätzlich negative Einstellung gegenüber Konsum und Einzelhandel“ verdecken wollten. Die Grünen sollten zur Kenntnis nehmen, dass sich 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für den Bau des neuen Einkaufszentrums an der Bahnhofstraße ausgesprochen hätten. Wenn nun nach sechs Jahren Arbeit am Projekt und zudem 30.000 Euro für jene Bürgerbefragung das Aus drohe, wandere vielleicht nicht nur Kaufkraft aus Massen ab, sondern auch die politische Mitte.

Es sei daher zu hoffen, dass der neue Investor das Projekt fortsetze und zum Abschluss bringt. „Wenn über 60 Prozent der Bürger/innen sich für Etwas aussprechen, dann hat es auch eure Unterstützung verdient und nicht klammheimliche Freude über jeden Stolperstein, der diesem Projekt neu auf den Weg gelegt wird“, legt die FDP den Grünen nahe. „So etwas nennt sich Demokratie.“

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