FDP will Michael Hoffmann mit Straße in einem Armutsviertel ehren

dzProvokation

Die Diskussion um ein Denkmal für Michael Hoffmann wird immer liebloser: Auch die FDP hat eine Idee dazu und macht aus ihrer Geringschätzung für den verstorbenen SPD-Mann kein Geheimnis.

Unna

, 04.09.2019, 12:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über ein Gedenken für den vor fast fünf Jahren verstorbenen Ratsherren müsse sich die Stadt zurzeit gar keine Gedanken machen, meldete sich nun FDP-Fraktionschef Günter Schmidt zu Wort. „Zehn Jahre sollte man nach dem Ableben doch schon warten“, meint Schmidt. Für die Zeit danach hat er allerdings schon einen Vorschlag – und dieser ist äußerst provokant.

„Vielleicht gibt es dann ein Neubaugebiet mit sozialem Wohnungsbau“, so Schmidt. „Dort könnte dann ja eine Straße nach ihm benannt werden, denn Herr Hoffmann hat sich ja auch immer für die sozial Schwachen eingesetzt“, so Schmidt.

Letzteres würden Wegbegleiter des früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden sicherlich nicht abstreiten. Dennoch ist Schmidts Vorschlag ein Ausdruck von Geringschätzung. Auch bei der Widmung von Straßen gibt es ungeschriebene Gesetze, durch die auch der Grad der Würdigung zum Ausdruck kommt. Eher fragwürdig ist etwa der Symbolgehalt einer Sackgasse. Aber auch das, was allgemein als „Lage“ zusammengefasst wird, hat eine Bedeutung. Hatten Freunde Hoffmanns zunächst sogar eine Umbenennung des Lindenplatzes in der Innenstadt in „Michael-Hoffmann-Platz“ gefordert, sieht Schmidt den SPD-Mann eher in einer B-Lage.

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