Hellwegbazis gewinnen den FC Bayern als Förderer der Hospizarbeit in Unna

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Die Arbeit des Kinder-Hospizdienstes unterstützt der Fußball-Fanclub „Hellwegbazis“ seit Jahren. Jetzt zieht der FC Bayern München mit an diesem Strang.

Unna

, 18.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

In einer Region, in der gelegentlich schon mal Ampelmasten schwarz-gelb angestrichen werden, sind Fans des FC Bayern München in der Diaspora. Doch es gibt sie, und vereint im Club der „Hellwegbazis“ leben sie nicht nur ihr Herz für den Rekordmeister aus München aus, sondern sie pflegen auch ein besonderes soziales Engagement.

Seit 2012 unterstützen die Bayern-Fans aus Unna den ambulanten Kinderhospizdienst. Eine feste Aktion im Jahreskalender ist etwa der Verkauf von Leberkäs-Semmeln vor einem Supermarkt, mit dem die Bazis sich zwar oft auch dummen Sprüchen fußballerisch anders Orientierter aussetzen, aber stets einige Hundert Euro für die Kasse des Hospizdienstes sammeln.

FC Bayern als Unterstützer für den Kinderhospizdienst gewonnen

Damit unterstützt der Fanclub eine Arbeit, die Familien in einer schwierigen Situation gewidmet ist. Sie gilt Familien, in denen ein Kind unheilbar und lebensverkürzend krank ist. Und jetzt gewann der Bayern-Fanclub einen starken Partner dafür, diese Arbeit ebenfalls zu unterstützen: den FC Bayern München selbst.

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Der Verein spendet der Initiative im fernen Westfalen 3000 Euro. Und der Fanclub-Vorsitzende Michael Struwe freut sich gleich doppelt: Zum einen darüber, dass die Initiative für den Ausbau ihres Sitzes an der Gabelsbergerstraße einen weiteren Zuschuss bekommt, zudem aber auch darüber, dass sein Lieblingsclub mit ihm die Wertschätzung für die Hospizarbeit in Unna teilt.

Erfolgreicher „Bettelbrief“ nach Bayern

Struwe hatte dafür klug seine Kontakte genutzt, sich an die Fanclub-Betreuung und an die FC-Bayern-Hilfe gewandt, um dort sein Anliegen vorzutragen. „Da muss man sich dann halt auch schon mal zwei Stunden Zeit nehmen für einen Brief, statt einfach nur nach Geld zu fragen. Die müssen sich ja ein Bild davon machen können, wofür es denn sein soll.“ Und damit hat Struwe überzeugt.

Das Geld wird nun nach der Förderzusage direkt aufs Konto des Hospizdienstes überwiesen. Spenden sind für den Verein unerlässlich: Die Arbeit in den Familien wird zwar unentgeltlich von Ehrenamtlern geleistet, doch diese bekommen für ihren Einsatz eine Ausbildung von Experten, und zudem ist ein Büro als Koordinierungsstelle notwendig. Die „Hellwegbazis“ spenden jährlich vierstellige Beträge dafür, die sie selbst mit Aktionen einnehmen. Die Clubkasse würde es ohne zusätzlichen Einsatz nicht hergeben: Die Mitgliedschaft im Fanclub ist nämlich beitragsfrei.

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