Faltbare Hocker machen den Besuch im Lichtkunstzentrum noch attraktiver

dzLichtkunstzentrum

Nicht nur Senioren würden sich bei einer Führung durch das Zentrum für Internationale Lichtkunst gerne zwischendurch setzen. Das machen die jetzt angeschafften, faltbaren Hocker möglich.

Unna

, 19.12.2018, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst im Keller der Lindenbrauerei ist alles andere als ein normales Museum. Das macht seinen Reiz aus, stellt die Macher vor Ort aber auch vor ungewöhnliche Herausforderungen. Eine haben die Verantwortlichen jetzt gemeistert.

Stühle stören in der Lichtkunst

Viele Besucher des Lichtkunstzentrums sind älter, einige können nicht so lange stehen, wie es bei einer Führung erforderlich ist. Das Problem: Stühle gibt es nicht. Und das aus gutem Grund: Die Lichtinstallationen entfalten ihre Wirkung nur in der Symbiose mit dem Raum, in dem sie sich befinden. Und der muss leer sein, Stühle sind also tabu. „Der Raum ist Teil der Lichtkunst“, beschreibt es die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Mitarbeiterin Christiane Hahn.

Schon seit mehreren Jahren schwebte dem Team eine Lösung vor: Faltbare Hocker könnten den Besuch im Lichtkunstzentrum insbesondere für ältere Menschen noch entspannter machen. Allerdings müssen diese Hocker nicht nur stabil und lange haltbar sein. Sie müssen auch platzsparend aufbewahrt und ohne Probleme mit durch die Räume genommen werden können. Solche Museumshocker gibt es schon lange, doch sie sind teuer, weiß Hahn.

Eine unverhoffte Chance

Nun aber gab es eine unverhoffte Chance. „Die Bezirksregierung Arnsberg hat alle Kommunen angeschrieben, weil es noch Mittel in einem Fördertopf gab“, berichtet die Fachfrau. Tatsächlich bot der „Investitionsfonds kulturelle Infrastruktur“ die Möglichkeit, Dinge für Museen anzuschaffen. In Unna wurde man hellhörig, griff zu und bestellte 20 schwarze Museumshocker. Der Eigenanteil konnte aus dem üblichen Etat bezahlt werden. „Diejenigen, die die Führungen leiten, haben sich sehr darüber gefreut“, sagt Hahn. Bislang wurden immer wieder mal „richtige“ Stühle aus anderen Räumen geholt, wenn das erforderlich wurde. Dieser Extra-Aufwand ist nun nicht mehr nötig.

Faltbare Hocker machen den Besuch im Lichtkunstzentrum noch attraktiver

Die Museumshocker lassen sich einfach auseinanderfalten. © Marcel Drawe

Besucher des Lichtkunstzentrums können sich nun, sobald sie den Keller erreicht haben, bei Bedarf gleich am Anfang einen der 20 sehr leichten Aluminiumhocker mitnehmen. Wann immer sie kurz sitzen möchten, können sie den Hocker ausklappen und auf der belastbaren Stoff-Sitzfläche Platz nehmen. Am Ende der Führung können die Hocker dann abgegeben werden. „Wie das alles klappt, werden wir sehen. Noch erproben wir das. Aber natürlich müssen unsere Mitarbeiter mal hier und da einen Hocker einsammeln und die Hocker auch wieder zum Ausgangspunkt bringen“, erklärt Hahn.

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