Falsche Polizisten auf Beutezug in Unna – so schützen Sie sich und andere

Warnung der Polizei

Falsche Polizisten am Telefon – die echte Polizei hat Anlass für eine eindringliche Warnung an die Bevölkerung. Am Wochenende gab es zahlreiche Vorfälle. So schützen Sie sich und andere.

Unna

, 21.10.2019, 12:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Falsche Polizisten auf Beutezug in Unna – so schützen Sie sich und andere

Trickbetrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben, suchen ihre Opfer vor allem unter älteren Mitbürgern. © picture alliance / Bodo Marks/dpa

Sie gaukeln gute Absichten vor, haben aber letztlich nur Böses im Sinn: Trickbetrüger, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben. Am Wochenende scheint eine Bande von ihnen verstärkt in Unna auf der Suche nach potenziellen Opfern gewesen zu sein. Jedenfalls meldet die echte Polizei eine Häufung von Fällen – und nimmt das erneut zum Anlass für eine Warnung vor der Masche.

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Die ist eigentlich immer dieselbe. Die Täter rufen an, geben sich am Telefon als Polizisten aus und erzählen irgendeine hanebüchene Geschichte – und zwar mit dem Ziel, an Geld und Wertgegenstände ihrer potenziellen Opfer zu kommen. In den neuerlichen Fällen vom Wochenende hieß es, in der Nachbarschaft würden Einbrecher ihr Unwesen treiben. So oder so ähnlich versuchen die Täter dann zumeist, ihre Opfer zu einer Übergabe der erhofften Beute zu bewegen. Geld und Wertgegenstände seien bei der Polizei sicherer – deshalb würde ein Kollege diese in Verwahrung nehmen. Einmal übergeben ist für gewöhnlich natürlich alles weg.

Laut Polizei ist niemand zu Schaden gekommen

Am Wochenende in Unna reagierten die Angerufenen glücklicherweise allesamt richtig. Und die einzig richtige Reaktion lautet: Nicht auf den Vorschlag der falschen Polizisten eingehen, auflegen und die Polizei informieren. Das taten nach ersten Erkenntnissen auch die am Wochenende in Unna angerufenen Personen. Niemand sei der Masche auf den Leim gegangen, heißt es im Polizeibericht.

Das sind die Tipps der echten Polizei

Nicht immer gehen die Betrugsversuche so glimpflich aus. Die Polizei warnt deshalb nochmal ausdrücklich vor der Masche – und bittet darum, auch Freunden, Bekannten und Verwandten davon zu erzählen. Die Täterbanden versuchen ihr Glück in der Regel vor allem bei älteren Mitbürgern.

  • Selbst wenn bei einem eingehenden Anruf die 110 im Display steht – die Polizei ruft niemals über diese Nummer an, es handelt sich um einen technischen Trick.
  • Gibt sich am Telefon jemand als Polizeibeamter aus, sollten Angerufene sich den Namen notieren, das Gespräch beenden und selbst die 110 wählen. Sollte es sich um einen echten Polizeibeamten gehandelt haben, kann die Leitstelle entsprechend verbinden – das wird allerdings so gut wie nie der Fall sein.
  • Niemals sollte am Telefon Auskünfte über die persönlichen Vermögensverhältnisse erteilt werden. Und niemals sollte man Unbekannten Geld oder andere Wertsachen übergeben – auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeitern von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Und ganz grundsätzlich gilt, dass man niemals unbekannten Personen die Tür öffnen sollte – und sie schon gar nicht in die Wohnung lassen sollte. Im Zweifel sollte man sich lieber eine Vertrauensperson zur Verstärkung holen.

Stundenlange Telefonate sollen Opfer zermürben

Wer einen Anruf von falschen Polizisten erhält, sollte am besten gleich klar machen: Hier werden die Täter kein Opfer finden. Riechen die Trickbetrüger nämlich erstmal Lunte, bleiben sie auch hartnäckig dran. „Durch mehrere, stundenlange und sogar tagelange Telefonanrufe erhöhen die Anrufer den psychischen Druck auf ihre Opfer, damit diese keinen klaren Gedanken mehr fassen können“, heißt es dazu vonseiten der Kreispolizeibehörde. „Die Täter gehen vollkommen skrupellos und erfindungsreich vor, je nach mentaler Verfassung des Opfers und dessen Reaktionen.“ Und das immer mit dem einen Ziel, Beute zu machen.

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