Fahrradständer in Unnas Fußgängerzone für Übergangszeit denkbar

dzFußgängerzone

Die Neugestaltung der Fußgängerzone ist eines der größten Bauprojekte in Unna. Kritik gibt es, weil Fahrräder dort keinen Platz finden sollen. Eine Übergangsregelung scheint nun denkbar.

Unna

, 05.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Fußgängerzone ist für Fußgänger da – das ist nicht umstritten. Was aber ist mit Radfahrern, die ihr Rad durch die City schieben wollen? Sie sollen ihre Zweiräder demnächst am Rand der dann umgebauten Fußgängerzone zurücklassen. Das sieht die Richtlinie zur Gestaltung von Sondernutzungen vor.

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Grünen-Ratsherr Björn Merkord stört sich an diesen Plänen nach wie vor. Im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung forderte er nun eine Übergangsregelung ein.

Erst Infrastruktur schaffen

Solange die notwendige Infrastruktur am Rande der Fußgängerzone nicht geschaffen sei, sollten mobile Fahrradständer erlaubt bleiben, forderte Merkord.

Mobile Fahrradständer sind auch Werbeträger und Passantenstopper.

Mobile Fahrradständer sind auch Werbeträger und Passantenstopper. © Dirk Becker

Die Fahrradständer dienen nicht nur dazu, Zweiräder sicher zu parken, für viele Händler sind sie auch ein Werbeträger. Auch in dieser Hinsicht will die Stadt mit der einstimmig beschlossenen Richtlinie Klarheit schaffen.

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Allerdings stehen die Zeichen gut, dass für den Übergang mobile Ständer erlaubt bleiben. Baudezernent Michael Ott deutete ein entsprechendes Entgegenkommen an. Noch gebe es keine genaue Planungen, wie die Radabstellanlagen aussehen sollen.

Irreführender Hinweis

Der Hinweis Ausschussmitgliedes, dass die Volksbank Unna ungenutzte Fahrradständer im Keller habe, ist nur bedingt richtig. Im Gespräch mit dieser Redaktion erklärte Volksbank-Niederlassungsleiter Peter Zahmel, die mobilen Ständer entsprächen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Volksbank sei aber bereit, sie – falls benötigt – zur Verfügung zu stellen.

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