Am Fässchen plätschert das Wasser wieder, für den Rathausbrunnen gibt es keine Pumpe mehr

dzBrunnen-Kunstwerke

Ausgerechnet im Sommer der Hitzerekorde sind in Unna die Brunnen-Kunstwerke ausgefallen. Die Anlage am Fässchen sprudelt inzwischen wieder. Der Rathausbrunnen aber wird noch länger trocken bleiben.

Unna

, 06.08.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit einigen Wochen waren die zwei Brunnen-Kunstwerke an den Enden der Unnaer Fußgängerzone ausgefallen. Weder der Kastanienbrunnen am Fässchen noch das große Werk vor dem Rathaus hatten noch Wasser. Schuld daran waren in beiden Fällen defekte Pumpen. Das gleiche gilt für das Metallkunstwerk „Wasserstau“ am Ostring. Und da auch das noch recht neue Boden-Wasserspiel auf dem Kirchplatz wegen des Sanierungsprojekts dort abgestellt ist, blieb nur noch der Eselsbrunnen auf dem Alten Markt, an dem sich Innenstadtbesucher ein wenig erfrischen konnten.

Neue Pumpe am Fässchen

Inzwischen kommt zumindest aus dem Kastanienbrunnen vor dem Seniorentreff an der Hertingerstraße wieder Wasser. Dort sei nun eine neue Pumpe eingebaut worden, bestätigte Stadtsprecher Oliver Böer. Für die Anlage am Verkehrsring hofft man auf eine solche Lösung in rund zwei Wochen, so Böer. Dort spritzte Wasser waagerecht in dem senkrechten grauen Element, wenn die Anlage in Betrieb war, und das wollen die Verantwortlichen mit einer neuen Pumpe wieder erreichen.

Improvisieren nötig für Rathausbrunnen

Nur direkt vor dem Rathaus stehen die Fachleute aus dem Rathaus vor einem Problem. „Diesen Pumpentyp gibt es nicht mehr“, sagt Böer. Nach wie vor soll der Brunnen wieder in Betrieb genommen werden, deswegen werden nun zwei mögliche Problemlösungen diskutiert. Das Immobilienmanagement werde entweder eine Pumpe nachbauen lassen oder auf einen anderen Typ umstellen. Letzteres sei vermutlich problematisch, weil die Anlage ja einst für ein bestimmtes Modell konzipiert wurde. Die „Brunnenplastik“ des Unnaer Künstlers Carlernst Kürten stammt aus dem Jahr 1990. Sie ist damit noch nicht einmal das älteste der „wasserführenden“ Kunstwerke. Der Kastanienbrunnen am Fässchen, auch ein Kürten-Werk, stammt von 1982. Der „Wasserstau“ am Ring ist Jahrgang 1989, und der Eselsbrunnen auf dem Marktplatz ist bereits über 40 Jahre alt.

Willkommene Erfrischung, die fehlt

Der Ausfall mehrerer Brunnen in der Innenstadt war vor einigen Wochen aufgefallen, als die erste Hitzewelle des Sommers über die Stadt rollte. Aus keinem der Wasserkunstwerke kann getrunken werden, aber plätscherndes Nass, das man anfassen, sehen und hören kann, schätzen trotzdem viele als Erfrischung. Zwischenzeitlich war das Rathaus wegen der trockenen Brunnen auch politischem Druck ausgesetzt. Die Oberstadt-Ortsvorsteherin Ingrid Kroll (SPD) hatte eine zügigere Problemlösung angemahnt.

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