Ex-BVB-Manager Michael Meier: Jürgen Klopp kein schlechtes Vorbild

dzHochschule Unna

Einen besonders prominenten Gast konnte die Hochschule Unna bei ihrem Kaminabend begrüßen: Der frühere BVB-Manager Michael Meier sprach dort über Moral und Nachhaltigkeit.

Unna

, 03.12.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine prominente Runde diskutierte jetzt beim Kaminabend in der Hochschule für angewandtes Management in Unna darüber, welche Bedeutung der Sport hat. Anlass war die Vorstellung des neuen Pflichtmoduls „CSR im Sport“.

CSR steht für Corporate Social Responsibility und meint die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung. Was in der Wirtschaft gilt, gilt auch für den Sport. Der Sport ist ein wesentlicher Bestandteil von Gesellschaft und Kultur und muss sich diesen Diskussionen nicht nur annehmen, sondern vielmehr mitgestalten und umsetzen.

Die Hochschule für angewandtes Management in Unna und das Internationale Fußball-Institut haben dazu mit Hilfe unterschiedlicher Experten ein praxisorientiertes Pflichtmodul entwickelt. Dieses soll den Studierenden gesetzliche, verbandsinterne oder marktwirtschaftliche Hintergründe sowie eine Anwendungskompetenz im Management der damit verbundenen Herausforderungen vermitteln.

Nach der Vorstellung dieses Moduls gab es zum Abschluss eine Talkrunde unter dem Thema „Zwischen Champions League und Kreisklasse. Wie verantwortlich Proficlubs wirklich handeln.“

Prof. Dr. Mathias Bellighausen sprach dabei unter anderem mit dem Ex-BVB-Manager Michael Meier, der auch in Köln und Leverkusen tätig war. Auch wenn Meier in der Öffentlichkeit nicht mehr so präsent ist wie bis zu seinem Aus beim 1. FC Köln im Jahr 2010, ist er ein Mann klarer Worte geblieben.

Meier: Zehn Gebote als Grundlage

Meier ist sich sicher, dass Vereine zunehmend nachhaltig arbeiten müssen. Die Basis dafür sieht er in der Bibel. „Die komprimierteste Form der Ethik sind die zehn Gebote“, erklärte Meier, dass diese überall anwendbar seien. Sie seine auch die Grundlage für das Fairplay.

Neben Meier diskutierten auch Mathias Nolting (Berater im Profifußball), Jens Wortmann (Vorsitzender Sportjugend LSB NRW) und Prof. Dr. Peter Kapustin (Präsidiumsmitglied Deutscher Sportbund) über Moral, Ethik, Ökologie, Ökonomie und Soziales. Einig waren sich alle, dass Vereine und Verbände Verantwortung tragen müssen.

In der Fragerunde im Anschluss tauchte der Vorwurf auf, ob Trainer wie Jürgen Klopp wegen ihrer Exzentrik schlechte Vorbilder seien und dazu beitrügen, dass etwa Schiedsrichter angegriffen werden. Meier verteidigte den Liverpool-Coach: „Jürgen Klopp ist kein schlechtes Vorbild. Man kann ihm nichts vorwerfen. Wir haben alle den Respekt vor der Obrigkeit verloren.“

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