Eurobahn setzt bei S-Bahn-Übernahme auf die Hilfe des Konkurrenten

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Eurobahn-Betreiber Keolis kämpft weiter um die Übernahme des S-Bahn-Verkehrs für die Linien S1 und S4. Die Firma könne die Übernahme leisten – wenn auch am Anfang nur mit Hilfe der Bahn.

Unna

, 20.09.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Neben einer Klageandrohung setzt Eurobahn-Betreiberfirma Keolis auch auf Gespräche mit dem VRR und der Bahn-Tochter DB-Regio, um doch noch ab 15. Dezember den Betrieb der S-Bahn-Linien S1 und S4 übernehmen zu können. „Wir bitten alle Partner zurück an den Gesprächstisch zugunsten unserer Fahrgäste“, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Keolis Deutschland, Magali Euverte.

Unterstützung von DB Regio?

DB Regio könne Keolis in einer Startphase unterstützen, um den dann tatsächlich gegebenen Mangel an Triebfahrzeugführern auszugleichen. Eine entsprechende Zusage seitens der DB Regio habe Keolis schon zu Beginn des Jahres erhalten, so Euverte.

Betreiberwechsel war bereits beschlossen

Ein Betreiberwechsel für die beiden S-Bahn-Linien S1 und S4 war bereits beschlossen. Vom 15. Dezember an sollten statt der DB-Regio-Züge Fahrzeuge der Eurobahn verkehren. Doch am Mittwoch dieser Woche kündigte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr plötzlich die Verträge. Zugleich gab der VRR eine Notvergabe bekannt, nach der die S-Bahn-Linien weiterhin durch DB Regio bedient würden, bis eine erneute Ausschreibung erfolgt ist.

Mangel an Lokführern

Der VRR begründete den Vertragsausstieg mit Sorgen, dass Keolis die Aufgabe nicht meistern könne. Anlass dafür ist ein Mangel an Triebfahrzeugführern. Tatsächlich räumte Keolis nun ein, dass von den 121 benötigten Zugführern erst 80 ausgebildet worden seien. 40 weitere sollen ihre Abschlussprüfungen im März 2020 ablegen. Bis dahin müsse DB Regio Keolis unterstützen.

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