Erste Etage schon gesperrt: Textilkaufhaus in Unna wird bis Ende November leerverkauft

dzPeek und Cloppenburg

Peek und Cloppenburg verabschiedet sich inzwischen sichtbar aus Unna. Die obere Hälfte des Textilkaufhauses an der Bahnhofstraße ist schon leer. Über die Zukunft der Mitarbeiter wird noch verhandelt.

Unna

, 18.09.2019, 14:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für das Ende der Fußgängerzone am Rathaus kündigen sich entscheidende Veränderungen an. Die Mühle-Bremme-Brache steckt noch im Dornröschenschlaf, das Wachwerden hat aber schon begonnen. Im Hintergrund werden Handelsneubauten und die dafür notwendige Verkehrsanbindung geplant. Bereits sichtbar ist eine Veränderung ein Stück näher an der Innenstadt: Peek und Cloppenburg zieht sich zurück.

Eine Etage gesperrt

Die Textilkette hatte angekündigt, ihre Filiale in Unna aufzugeben. Inzwischen hat sich mit dem „Abschiedsverkauf“ das Ambiente im Geschäft deutlich verändert. Die erste Etage ist für Kunden schon gesperrt, „um den Verkaufsprozess zu vereinfachen“, wie die Pressestelle von P&C in Düsseldorf unserer Redaktion mitteilte. Das Sortiment sei weiterhin vielfältig, täglich werde Ware aus dem Lager nachgelegt, so P&C. Frühere Standards wie Socken waren zuletzt bei einem kleinen Testkauf Mangelware, könnten aber auch noch einmal reinkommen, war auf Nachfrage im Geschäft zu erfahren. Die Düsseldorfer Zentrale teilte mit, dass den Kunden „stets wechselnde Ware“ angeboten werde.

Die angebotenen Sachen werden anders als früher präsentiert, vorwiegend auf Reihen von Kleiderständern. Der Abverkauf werde voraussichtlich bis Ende November durchgeführt, heißt es von P&C.

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Suche nach Zukunft für 30 Mitarbeiter

Für die Abwicklung zuständig sind rund 30 Verkäuferinnen und Verkäufer am Standort Unna. Wie es für die Mitarbeiter weitergeht, steht noch nicht ganz fest. „Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Perspektive der Mitarbeiter nach der Schließung des Verkaufshauses sind derzeit noch nicht abgeschlossen“, teilt die P&C-Unternehmenskommunikation mit. Das Unternehmen versuche, für alle Mitarbeiter eine individuelle Lösung zu finden.

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Im März 2020 soll „Sinn“ kommen

Kunden empfiehlt die P&C-Firmenzentrale für die Zeit nach November Häuser in Lünen, Hamm und Dortmund. In Unna an der unteren Bahnhofstraße hingegen hat die Zeit danach den Namen „Sinn“. Wie berichtet hat sich schnell nach Bekanntwerden der Schließungspläne eine Nachnutzung ergeben. Die Sinn-Gruppe will die Geschäftsräume von P&C übernehmen. Der Modehändler mit Hauptsitz in Hagen und insgesamt 22 Geschäften unter anderem in Menden, Bochum und Münster erklärte im Sommer dieses Jahres, eine Eröffnung in Unna im März 2020 zu planen. Sinn bestätigte jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion, man peile die zweite oder dritte Märzwoche an.

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