Erstes Corona-Konzert der Lindenbrauerei überzeugt mit Konzept

dzKultur

Ausgerechnet das erste Corona-Konzert auf dem Platz der Kulturen wurde von Regen begleitet. Der Stimmung tat das keinen Abbruch – zumal die Gäste teils weite Anfahrtswege hatten.

Unna

, 05.06.2020, 10:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast zwei Stunden waren sie unterwegs, um ihr großes Idol zu sehen: Ivonne Kempkes und Anja Figge waren an diesem Donnerstagabend definitiv die Gäste mit der weitesten Anreise. Die beiden Damen waren extra aus Sonsbeck an der niederländischen Grenze nach Unna gereist, um das Konzert von Andreas Schleicher auf dem Platz der Kulturen zu erleben.

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„Wir sind riesige Fans und das hier ist jetzt endlich wieder das erste Konzert von ihm, das stattfindet“, erzählt Anja Figge. Die beiden besuchen jedes Konzert von Andreas Schleicher – doch genau das war in den vergangenen drei Monaten das Problem: „Wegen Corona wurde ja alles abgesagt oder in den Herbst verschoben“, erzählt Ivonne Kempkes. Umso größer die Freude, als die beiden die Ankündigung lasen, dass Schleicher in Unna auftreten werde.

Ivonne Kempkes und Anja Figge (von links) waren extra aus Sonsbeck nach Unna gereist, um Andreas Schleicher zu sehen.

Ivonne Kempkes und Anja Figge (von links) waren extra aus Sonsbeck nach Unna gereist, um Andreas Schleicher zu sehen. © Anna Gemünd

Möglich machte dies das Corona-Konzept der Lindenbrauerei, das Frank Herzog ausgearbeitet hat: Statt im Schalander oder dem Kühlschiff werden die Konzerte nach draußen, auf den angrenzenden Platz der Kulturen verlegt. Maximal hundert Besucher dürfen hier nach vorheriger Online-Anmeldung hinkommen, es gibt keine Abendkasse. „Wir haben feste Sitzplätze mit den entsprechenden Abständen eingerichtet, so dass alle geltenden Regeln eingehalten werden können“, erklärt Herzog.

Einbahnstraßenregelung auf dem Rio-Reiser-Weg: Das Konzept für die Konzerte auf dem Platz der Kulturen sieht klare Abstandsregeln vor.

Einbahnstraßenregelung auf dem Rio-Reiser-Weg: Das Konzept für die Konzerte auf dem Platz der Kulturen sieht klare Abstandsregeln vor. © Anna Gemünd

Über die Einlasskontrolle am Rio-Reiser-Weg geht es in einer Einbahnstraße auf den Platz der Kulturen. Dort standen am Donnerstag auch Sonnenschirme über den einzeln arrangierten Sitzplätzen – allerdings dienten sie eher dazu, den anhaltenden Regen abzuhalten. „Dass es natürlich genau heute regnet, ist ärgerlich für uns, aber wir machen das Beste draus“, sagt Herzog. Getränkeservice am Platz gehört ebenfalls zum neuen Konzept: Bestellungen werden an einem kleinen Imbisswagen aufgenommen und anschließend direkt an die jeweiligen Sitzplätze gebracht.

Getränke gab es am Donnerstag direkt an den Platz - per Getränke-Service mit Schirmchen.

Getränke gab es am Donnerstag direkt an den Platz - per Getränke-Service mit Schirmchen. © Anna Gemünd

Konzept und Service überzeugten am Donnerstag die Besucher. „Wir kannten Unna noch gar nicht, aber es hat sich jetzt schon gelohnt, dass wir hier hingefahren sind“, sagt Anja Figge. Der Regen störte die weit gereisten Schleicher-Fans überhaupt nicht. „Wir haben den ganzen Tag die Wetternachrichten verfolgt und geguckt, ob das Konzert stattfindet. Klasse, dass das hier möglich gemacht wird“, findet auch Ivonne Kempkes.

Auch die weiteren Konzerte werden auf dem Platz der Kulturen stattfinden. „Wir sind gut vorbereitet. Nur das Wetter muss mitspielen“, sagt Frank Herzog. Dann lohnt ein Konzert-Besuch in Unna auch mit langer Anreise.

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