Schnee in Unna

Erster Einsatz für den Winterdienst: Das müssen Anlieger jetzt beachten

Der Winterdienst rückte in Unna am Montag mit Streufahrzeugen aus. Doch auch Bürger müssen sich ihrer Räum- und Streupflichten jetzt wieder bewusst werden.
Die ersten Schneeflocken des Winters fielen am Montagmorgen (Symbolbild). Bleibt die weiße Pracht demnächst auch länger liegen, sind Bürgerinnen und Bürger wieder in der Pflicht zu schippen. © Neumann

Die ersten Flocken Schnee des bevorstehenden Winters fielen am Montagmorgen. Zwar blieb kaum etwas von der weißen Pracht in Unna liegen, Glätte drohte bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aber trotzdem. Und deshalb rückte der Winterdienst beauftragt von den Stadtbetrieben in der Nacht zum Streuen aus.

Oberhalb der B1, in Teilen der Südstadt wurde vorsorglich gestreut, um der Glätte am Morgen vorzubeugen. Während es im gesamten Kreis Unna ruhig auf den Straßen blieb, kam es andernorts in NRW durchaus zu ersten witterungsbedingten Unfällen.

Die Stadtbetriebe Unna lassen die Straßen schon seit Jahren von externen Unternehmen Räumen und Streuen. „Mit Blick auf den vergangenen Winter sind wir vorbereitet. Die Salzlager sind bis obenhin gefüllt“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Sobald die Temperaturen dauerhaft niedrig sind, es schneit oder glatt auf den Gehwegen wird, sind nicht nur die Kommunen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger in der Räum- und Streupflicht. Alles, was sie dazu wissen müssen, haben die Stadtbetriebe in einer Übersicht unter www.stadtbetriebe-unna.de/strassenreinigung/winterdienst zusammengestellt.

Demnach sind „alle Anlieger für die Gehwegreinigung zuständig“. Diese beinhaltet sowohl die Reinigung als auch den Winterdienst.

  • Die Gehwege sind in einer für den Fußgänger erforderlichen Breite (mindestens 1,50 Meter) von Schnee freizuhalten. Bei Eis- und Schneeglätte müssen die Gehwege gestreut werden, vorrangig mit „abstumpfenden“ Mitteln. Dazu zählen Streusand, mineralische Streugranulate oder Granulate aus nachwachsenden Rohstoffen.
  • Streusalz oder sonstige auftauende Stoffen sind nur in Sonderfällen erlaubt. Und zwar bei besonderen klimatischen Ausnahmefällen wie etwa Eisregen, bei denen Sand oder Granulate keine gute Wirkung erzielen. Oder an gefährlichen Stellen, wie etwa Treppen, Rampen, Brückenaufgängen, starkem Gefälle sowie an Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten.
  • In der Zeit von 7 Uhr bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen unverzüglich beseitigt werden. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen werktags bis 7 Uhr morgens sowie sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages beseitigt werden.
  • Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut werden. Derartige Mittel enthaltender Schnee darf nicht auf ihnen abgelagert werden.
  • Auf Fahrbahnen und Fußgängerstraßen ohne selbstständige Gehwege gilt ein Streifen zu beiden Seiten von einem Meter Breite auf Fahrbahnen und zwei Meter Breite bei Fußgängerstraßen als Gehweg. Auch für diese Bereiche gilt die entsprechende Räumpflicht.

Unna am Abend

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