Robert Beck freut sich, dass das Spatz und Wal in Unna nach langer Durststrecke wieder geöffnet ist. © Vivien Nogaj
Gastronomie

Eröffnung nach der Corona-Zwangspause: Spatz und Wal empfängt wieder Gäste

Das Spatz und Wal in Unna ist wieder für seine Gäste da. Inhaber Alexander Avrambos hat den Betrieb aufgenommen. Ob und wie er demnächst mehr Außengastronomie anbieten kann, ist noch offen.

Alexander Avrambos weiß, dass seine Bar, das Spatz und Wal in Unna, laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW wieder öffnen darf. Und das tut er jetzt. Offen ist indes, wie er künftig Gäste draußen bewirten kann.

„Die jüngsten Ereignisse am Ballermann zeigen ja, dass die Schließung der Gastronomie wieder möglich ist.“

Robert Beck, Betirebsleiter Spatz und Wal

Wie in anderen Lokalen sind nun auch im Spatz und Wal Thekenplätze gesperrt, Sitzgelegenheiten auf den Mindestabstand auseinander gerückt und Desinfektionsmöglichkeiten gegeben. Ebenfalls gelten Maskenpflicht und Abstandsregelungen.

Derzeit leicht reduziertes Sortiment im Spatz und Wal

Zudem sei das Sortiment ein wenig reduziert worden, damit im Falle eines erneuten Shutdowns Biere vom Fass nicht schlecht werden. Dieser Fall könne schließlich schneller eintreten als gedacht, glauben die Betreiber: „Die jüngsten Ereignisse am Ballermann zeigen ja, dass die Schließung der Gastronomie wieder möglich ist, etwa, wenn Gäste sich nicht an die Regeln halten“, sagt Spatz-und-Wal-Betriebsleiter Robert Beck. Im Spatz und Wal werden Besucher deshalb umfänglich mit einer Tischvorlage auf geltende Auflagen hingewiesen.

Nichtsdestotrotz wartet Avrambos weiterhin auf Rückmeldung vom Ordnungsamt der Stadt Unna. Er will die Außengastronomie erweitern. Der Gastronom plant, den Seitenstreifen in Richtung Gürtelstraße ebenfalls zur Bewirtungsfläche umzufunktionieren. Einen entsprechenden Antrag habe er schon eingereicht, konkrete Rückmeldungen gebe es aber noch keine, sagte er.

Bauordnungsrechtliche Fragen

Auf Anfrage der Redaktion heißt es aus der Rathaus-Pressestelle, dass es noch bauordnungsrechtliche Fragen zu klären gebe. Aus diesem Grund habe die Stadt bisher noch keine Genehmigung erteilt. Dies solle aber zeitnah geschehen.

Darauf hofft auch Avrambos: „Zuletzt habe ich mich einfach allein gelassen gefühlt“, sagt er. An sich habe er die positive und produktive Zusammenarbeit mit der Stadt aber immer sehr geschätzt. Dass das auch in Zukunft wieder der Fall ist, hofft er sehr.

Im Genehmigungsverfahren ist auch noch die neue Außengastronomie für das Tortuga am Morgentor. Das Ende der durch die lange Sperrungs- und Bauphase bedingten Durststrecke für die drei Gaststätten dort soll wie berichtet bald mit einer Feier in coronabedingt kleinem Rahmen begangen werden. Die Stadt signalisiert, dass noch fehlende Genehmigungen für das Tortuga möglichst rechtzeitig erteilt würden.

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Geboren 1992 mitten im Ruhrgebiet (Bottrop) und aufgewachsen am Rande des Münsterlandes (Dorsten), hat es sie zum Studieren nach Bielefeld verschlagen (die Stadt gibt es wirklich ;-)). Nach beruflichen Zwischenstationen in Braunschweig, Berlin und Aachen ist sie froh, wieder zurück im Pott zu sein und Geschichten für Unna zu schreiben. Wenn sie nicht journalistisch unterwegs ist, hört sie gerne Musik, wandert im Grünen oder faulenzt mit einem guten Buch im Café.
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Vivien Nogaj
Redaktion Unna
Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf
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