Ende des Tankrabatts: „Bis nachts weiterkassiert, damit jeder was abkriegt“

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Vania Morato, Mitarbeiterin einer bft-Tankstelle in Unna
Vania Morato arbeitet an der bft-Tankstelle an der Friedrich-Ebert-Straße in Unna. Ein Teil ihrer Kollegen arbeitete am Tag vor dem Auslaufen des Tankrabattes länger, um alle Kunden zu bedienen. © Claudia Pott (Archiv)
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Dass seine Tankstelle am Mittwochmorgen noch einmal mit Kraftstoff beliefert wurde, freut einen Unnaer Tankstellenbetreiber sehr. An einigen seiner Stationen habe es gegen 20 Uhr schon Leerstände gegeben. Aber glücklicherweise nicht überall. „Abends um 23 Uhr war der Speicher noch ein Drittel voll.“

Das war in diesem Fall auch gut so, denn die Nachfrage riss bis zum Abend nicht ab. Lange Schlangen bildeten sich teilweise vor den Zapfsäulen. Manche Tankstelle blieb sogar extra länger geöffnet, wie der Betreiber von zwei Tankstellen in Unna berichtet: „Die Mitarbeiter haben bis nachts weiterkassiert, damit jeder was abkriegt.“

Der Super-Preis lag einen Tag vor dem Ende des Tankrabatts bei plus/minus 1,80 Euro. Am Freitag mussten Autofahrer dann satte 30 bis 40 Cent mehr zahlen: Ein Liter super kostete gegen 12 Uhr zwischen 2,07 und 2,15 Euro pro Liter. Auch der Dieselpreis ging sprunghaft in die Höhe und kostete zur gleichen Zeit zwischen 2,15 und 2,22 Euro.

Die aktuellen Preise gleichen den Zahlen vor dem Tankrabatt. Seit Mitternacht gelten für Benzin und Diesel wieder die alten Steuersätze und damit müssen wir uns wohl wieder an Preise jenseits der 2-Euro-Marke gewöhnen. Zumindest vorerst.