Eltern fordern Zebrastreifen für mehr Sicherheit in Niedermassen – Zählung nach den Ferien

dzBismarckstraße und Mittelstraße

Massener fordern Zebrastreifen für zwei Straßen in Niedermassen. Spätestens seit einem Unfall im April sind sie sicher, dass Gefahr besteht. Und künftig sollen noch mehr Kinder im Viertel unterwegs sein.

Unna

, 02.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Gemeinsam mit Kindern haben Eltern aus Massen eine Petition an Bürgermeister Werner Kolter übergeben. Die Bürger machten ihre Sorgen um die Sicherheit von Fußgängern auf der Bismarckstraße und der Mittelstraße in Massen deutlich. Auslöser für diese Initiative war ein schwerer Verkehrsunfall im April dieses Jahres. Ein Sechsjähriger wurde von einem Auto angefahren. Daraufhin hatten sich mehrere Bürger gemeldet, um Maßnahmen zur Verkehrssicherung zu fordern. Auch Ortsvorsteher Dr. Peter Kracht unterstützte das Vorhaben, Zebrastreifen auf der Bismarck- und der Mittelstraße anlegen zu lassen. Schon seinerzeit wurde gemutmaßt, Zebrastreifen könnten schwer durchzusetzen sein, da sie in Tempo-30-Bereichen nur ausnahmsweise erlaubt seien. Was wo genau möglich und sinnvoll ist, soll nun im Detail ermittelt werden.

Ortstermin mit Verwaltungsspitzen

Schon kurz nach der Übergabe der Petition trafen sich der Beigeordnete Dirk Wigant und der Ordnungs-Bereichsleiter Peter Niewrzedowski mit den Bürgern vor Ort in Massen, um sich gemeinsam ein Bild von der Lage zu machen. Die Initiative begrüßt das. Man fühle sich durchaus ernst genommen, auch vom Bürgermeister, sagte Debora Keiter, eine der Initiatorinnen. Dass Zebrastreifen unter Umständen problematisch seien, sei auch bei diesen Gesprächen signalisiert worden. Eventuell sei aber auch ein Kompromiss möglich, etwa in Form von „Schulkinder“-Piktogrammen auf der Fahrbahn.

Eltern fordern Zebrastreifen für mehr Sicherheit in Niedermassen – Zählung nach den Ferien

Der Verkehr auf der Bismarckstraße ist Anlass zur Sorge – vor allem für Eltern. Kinder müssen diese Straße auf ihrem Schulweg überqueren. © Marcel Drawe

Stadt lässt Verkehr nach den Sommerferien zählen

Welcher Bedarf objektiv vorhanden ist, darüber soll eine Verkehrszählung Aufschluss geben. Die Stadt hatte diese schon einmal in Aussicht gestellt und kündigt sie nun für die Zeit nach den Sommerferien an. „In den Ferien hätte das keinen Sinn“, sagte Verwaltungssprecher Christoph Ueberfeld. Die Ergebnisse sollen mit den Eltern besprochen werden, versprach er.

Morgens und mittags seien schon jetzt viele Kinder an der Bismarckstraße und der Mittelstraße unterwegs, auch weil in den vergangenen Jahren viele Familien zugezogen seien. In der Petition, ausgehend von der Schulpflegschaft der Schillerschule, ist aber nicht nur von der aktuellen Situation die Rede. Wichtig sei zudem der Hinweis, dass bis zum Jahr 2021 ein Kindergarten mit über 60 Kindern auf dem Gelände der Schillerschule errichtet werde, heißt es in dem Schreiben an den Bürgermeister. „Die Verkehrssituation wird sich weiter verschärfen.“ Zudem seien weitere neue Wohnhäuser im Umfeld in Planung.

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