Eissporthalle Unna: „Unna braucht Eis“ verschärft den Ton gegenüber der Stadtverwaltung

dzSanierung

Seit dem Bürgerentscheid im Mai führen „Unna braucht Eis“ und die Stadtverwaltung Gespräche über die Sanierung der Halle. Sie laufen nach Aussagen von beiden Seiten „vielversprechend“ – bis jetzt.

Unna

, 07.11.2019, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Impulsvortrag über die „Rettung der Eishalle in Unna“ war Wilhelm Ruck in dieser Woche zu Gast auf der internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bewegungseinrichtungen. Doch die Teilnahme des Vorsitzenden von „Unna braucht Eis“ an dieser Messe, die auch von zahlreichen Architekten, Investoren und Planungsbüros besucht wurde, steht nicht im Fokus der Mitteilung, die „Unna braucht Eis“ im Nachgang der Messe verschickte.

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Vielmehr nutzte der Verein die Mitteilung, die Stadtverwaltung für ihr Fernbleiben von der Messe zu kritisieren. „Schade nur, dass die Stadt Unna trotz Einladung und

anderslautender Vorankündigungen keine Vertretung zu der Messe entsandt hat“, schreibt „Unna braucht Eis“. Damit habe die Stadt die „hervorragende und praktisch kostenlose Möglichkeit verpasst, sich in der Branche zu vernetzen, Innovationen zu entdecken und wertvolle Ideen für das eigene Eishallen-Projekt mitzunehmen.“

Diesem Vorwurf widerspricht die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion. Für die Messe sei jemand aus der Stadtverwaltung angemeldet gewesen. Zwar habe derjenige diesen Besuch aus „dringenden dienstlichen Gründen“ tatsächlich nicht wahrnehmen können, aber im Nachgang der Messe habe die Stadtverwaltung am Donnerstag (7. November) sich mit dem Präsidenten des Eishockeyverbandes NRW in Verbindung gesetzt.

„Unna braucht Eis“: Gespräche seien ins Stocken geraten

„Unna braucht Eis“ hatte in seiner Mitteilung kritisiert, dass „das unerwartete Fernbleiben der Vertreter der Kreisstadt nicht so recht zu der Aussage von Bürgermeister Kolter passe, wonach die Umsetzung des Bürgerentscheids zur Eishalle Unna in der Stadtverwaltung oberste Priorität genießt“. Aus Sicht des Vereins passe dies dazu, dass nach einem „vielversprechenden Start und zahlreichen konstruktiven Gesprächen“ die praktische Umsetzung zwischenzeitlich ins Stocken geraten sei.

„Unna braucht Eis“ kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Termine zur Begutachtung und Sanierung des Tragwerks des Hallendachs „wiederholt und ohne nachvollziehbaren Grund“ verschoben worden seien. Dagegen sagt die Stadtverwaltung, dass man sich gemeinsam mit „Unna braucht Eis“ darauf geeinigt habe, dass wegen der aktuellen Haushaltssperre die Beauftragung mit der Begutachtung des Hallendaches erst dann erfolgt, wenn der Hauptausschuss das dafür notwendige Geld bereitgestellt hat. Die Aufträge dazu wurden laut Stadtverwaltung in der vergangenen Woche vergeben. „Darüber hinaus hat die Stadt Unna aber bereits in persönlichen Gesprächen mit den beauftragten Firmen auf die besondere Dringlichkeit hingewiesen“, so die Stadtverwaltung.

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