Trotz Schließung: Eissporthalle wird täglich kontrolliert

dzEissporthalle

Seit über einem Jahr hat kein Zuschauer mehr die Eissporthalle betreten. Bis die Halle wieder öffnen kann, wird es noch dauern. Täglichen Besuch bekommt die Halle trotzdem.

Unna

, 19.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit dem Abbrennen des letzten Ammoniak aus der Eisaufbereitungsanlage wurden Mitte Juli 2018 Fakten geschaffen: Die defekte Eisaufbereitungsanlage war damit endgültig nicht mehr betriebsbereit. 3970 Kilogramm des Kühlmittels wurden kontrolliert abgebrannt. Seitdem ist die Eissporthalle verwaist. Doch ganz sich selbst überlassen wird sie trotzdem nicht.

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Strom- und Wasserleitungen, Heizungsrohre und die Kühltürme, die mit dem Ausschalten der Eisaufbereitungsanlage ebenfalls außer Betrieb genommen wurden: In der über 40 Jahre alten Halle steckt viel Technik. Und die bedarf trotz des derzeit eingestellten Betriebs einer regelmäßigen Kontrolle. Geleistet wird diese durch die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU), der die Halle offiziell gehört.

Auf Anfrage unserer Redaktion, in welchem Umfang dort welche Arbeiten erledigt werden, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld nach Rücksprache mit der WBU: „Die Wirtschaftsbetriebe Unna kommen als Eigentümerin der Eissporthalle auch unter Berücksichtigung des Bürgerentscheids ihren daraus resultierenden Verpflichtungen einschließlich der Verkehrssicherungspflicht nach.“

Dazu gehörten auch tägliche „Inaugenscheinnahmen“ sowohl der Halle samt ihrer technischen Anlagen als auch der Außenanlagen. Die Außenanlagen waren zuletzt im Juni gepflegt worden: Mitarbeiter der Dienstleistungsagentur der Werkstatt im Kreis Unna schnitten Büsche und Sträucher zurück und entfernten wucherndes Unkraut.

Weitere Gespräche zur Zukunft der Eishalle in den Sommerferien

Unterdessen stehen die Vertreter von „Unna braucht Eis“ im ständigen Kontakt mit der Stadtverwaltung und den WBU. Zwei Gespräche über die Zukunft der Eissporthalle haben bereits stattgefunden; auch in den Sommerferien sind zwei weitere angesetzt. Beide Seiten betonen, dass die Gespräche ausgesprochen gut verliefen und man dasselbe Ziel verfolge: Die Eissporthalle mit einem guten Konzept baldmöglichst neu zu eröffnen.

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Wichtigstee Punkte sind dabei die Sanierung des Daches sowie Brandschutzmaßnahmen in dem über 40 Jahre alten Gebäude. Die von der WBU mit der Überprüfung der Dachkonstruktion beauftragten Bauingenieure hatten Ende 2018 in den Dachbalken mehrere Risse festgestellt. Die Standsicherheit sei beeinträchtigt und eine Gefährdung nicht auszuschließen. Rund 800.000 Euro müssten für eine Sanierung der Dachkonstruktion in die Hand genommen werden, so das Fazit der Ingenieure in ihrem Gutachten. „Unna barucht Eis“ hatte die Höhe dieser Kosten angezweifelt.

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