„Unna braucht Eis“ erneuert Vorwurf der bewussten Verzögerung durch die Stadt

dzEishalle Unna

Gespräche zwischen „Unna braucht Eis“ und der Stadtverwaltung wird es wohl so bald nicht wieder geben. Der Verein bekräftigt seinen Vorwurf, die Stadt habe die Eishallen-Sanierung bewusst verzögern wollen.

Unna

, 29.04.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pläne zur Sanierung der Eishalle Unna laufen ohne „Unna braucht Eis“ und den Königsborner Jugend-Eishockey-Club (KJEC) weiter. Ein Gutachten im Auftrag der Stadt Unna kam zu der Erkenntnis, dass die Sanierung und der Betrieb durch den KJEC nicht möglich ist. Doch auch unabhängig davon scheint es unwahrscheinlich, dass beide Seiten in absehbarer Zeit wieder miteinander sprechen.

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In einer Mitteilung erneuert „Unna braucht Eis“ jetzt seinen Vorwurf an die Stadtverwaltung, dort habe man die Planungen für die Erneuerung der Eishalle bewusst verzögert - und das sogar mit juristischen Mitteln, meint der Verein. Ziel der Beauftragung eines Gutachters sei es demnach gewesen, „jemanden zu finden, der aus vermeintlich objektiven Gründen davon abrät, eine schlanke und bürgernahe Lösung zu finden und der einen Freibrief für eine Verzögerung der Umsetzung des Bürgerentscheids zum Erhalt der Eishalle bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag ausstellt“, behauptet „Unna braucht Eis“.

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Dies sei aus der Fragestellung, mit der die Stadtverwaltung an die beauftragte Anwaltskanzlei herangetreten sei, klar zu erkennen, meint „Unna braucht Eis“. Dort sei nicht davon die Rede, dass man „kostengünstig“ und „zügig“ eine Lösung für die Frage, ob das Konzept des KJEC realisierbar sei, brauche. Vielmehr spreche die Stadt davon, dass man „verpflichtet“ sei, die Eishalle zu erhalten. „Von ‚wollen‘ ist dort keine Rede“, bemängelt „Unna braucht Eis“.

Erneute Kritik an Werner Kolter

Erneut kritisieren die Vereinsmitglieder in dieser Sache Bürgermeister Werner Kolter: „In der Vergangenheit hat der Bürgermeister in zahllosen Gesprächen stets betont, dass er die Zusammenarbeit mit UbE und die Umsetzung unseres Konzepts will. Ein entsprechend klares Bekenntnis bleibt die Stadtspitze bei der Beauftragung der Kanzlei aber schuldig.“

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Kolter hatte in einer Pressekonferenz, in der er die Ergebnisse des Gutachtens vorstellte, betont, dass er das Gesprächsangebot an „Unna braucht Eis“ und den KJEC trotz deren Absage an eine weitere Zusammenarbeit aufrecht erhalte - so weit dies vergaberechtlich möglich sei. „Persönlich würde ich mir wünschen, dass die Eishalle von den in Unna tätigen Eissportvereinen betrieben wird“, sagte Kolter.

Wie realistisch Gespräche zwischen „Unna braucht Eis“ und der Stadtverwaltung nach den wiederholten Vorwürfen allerdings noch sind, bleibt abzuwarten.

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