Eishalle und Viktoriabrache: Parkquartier Königsborn könnte als Vorbild dienen

dzSozialer Wohnungsbau

Sozialer Wohnraum in einem modernen Umfeld: Das, was gerade mit dem neuen Parkquartier in Königsborn entsteht, ist beispielhaft – vielleicht auch für zwei weitere Baufelder in Unna.

Unna

, 14.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

109 Wohnungen, die ausschließlich für den sozialen Wohnungsbau gedacht sind; dazu eine Cafeteria, ein Innenhof und eine Tiefgarage: Das, was als „Parkquartier Königsborn Südost“ gerade an der Berliner Allee entsteht, wächst nicht nur rasend schnell, es schafft auch Wohnraum, der dringend benötigt wird.

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Bezahlbaren Wohnraum in Unna zu finden, ist vor allem für Menschen mit geringem Einkommen schwierig. Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein sind in Unna knapp. Kaum ein Bauprojekt oder eine potenzielle Baufläche in Unna, die in den vergangenen Monaten und Jahren nicht mit dem Stichwort „sozialer Wohnungsbau“ in Verbindung gebracht wurde. Für die mögliche Überplanung des Parkplatzes an der Schulstraße stand dieser Vorschlag beispielsweise immer wieder im Raum.

25 Prozent der Wohnungen in Neubaugebieten müssen sozialer Wohnraum sein

Mittlerweile schreibt die Stadt Unna Investoren in Neubaugebieten vor, 25 Prozent der Wohneinheiten als sozialen Wohnungsbau zu bauen. Damit Wohnungen als sozialer Wohnungsbau vom Land gefördert und an Menschen mit geringem Einkommen vermietet werden können, müssen Bauherren bestimmte Vorgaben einhalten.

So dürfen die Wohnungen bestimmte Maximalgrößen nicht überschreiten. Eine Wohnung mit zwei Zimmern und einer Küche darf nach den Vorgaben des Landes beispielsweise nicht größer als 62 Quadratmeter sein, wenn sie als sozialer Wohnungsbau gefördert werden soll. Wohnungen im sozialen Wohnungsbau unterliegen Mietbindungen, die eine niedrige Miete für die Bewohner mit Wohnberechtigungsschein garantieren.

Viktoria-Brache und Eissporthallengelände als weitere Flächen möglich

Beispiel für Wohnviertel mit gefördertem Wohnungsbau sind in Unna die Gartenvorstadt und eben der Bereich rund um die Berliner Allee in Königsborn. So, wie dort mit dem Parkquartier neuer sozialer Wohnraum geplant und gebaut wurde, könnte dies auch an anderer Stelle in Unna passieren.

Eishalle und Viktoriabrache: Parkquartier Königsborn könnte als Vorbild dienen

Teile des Eissporthallengeländes sollen im Zuge der Instandsetzung und Neueröffnung der Eishalle Unna als Wohnfläche vermarktet werden – für sozialen Wohnungsbau könnte das Parkquartier in Königsborn beispielhaft sein. © www.blossey.eu

Für die Fläche neben der Eissporthalle, die im Zuge der Neuentwicklung der Halle als Wohnfläche vermarktet werden soll, wäre das „Königsborner Modell“ ebenso denkbar wie für eine potenzielle Wohnbebauung auf der Viktoria-Brache hinter dem Bahnhof.

Das Interesse an dem Bauprojekt an der Berliner Allee ist seit Baubeginn groß, auch überregional. Interessenten aus mehreren Städten Nordrhein-Westfalens haben sich bereits nach dem Verfahren erkundigt, auf dem Wohnprojektetag 2018 der Stadt und des Kreises Unna zusammen mit der UKBS wurde das Parkquartier als beispielhaft für sozialen Wohnungsbau vorgestellt.

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