Eine Welt für sich Astrid Plötners Krimi „Ruhrpott-Connection“ wird immer spannender

Redakteur
Astrid Plötner Klaus Steinlage
Astrid Plötner signierte nicht nur ihr neuestes Buch "Ruhrpott-Connection". Auch ihre anderen Unna-Krimis hielt Buchhändler Klaus Steinlage beim Massener Weihnachtszauber bereit. © Dirk Becker
Lesezeit

Mit „Ruhrpott-Connection“ liefert Astrid Plötner einen weiteren Beweis ihres Könnens ab. Und sie entführt ihre Leserinnen und Leser in eine Welt, die sie zum größten Teil bislang nicht gekannt haben dürften. Es geht um den illegalen Handel mit Antiken. Um den realistisch darstellen zu können, musste die Unnaerin selbst gründlich recherchieren. Ergebnis ist ein Krimi, der auf beeindruckende Weise vielseitig ist.

Denn neben der spannenden Reise in die Welt des illegalen Antikenhandels und sogar bis nach Ägypten, begeistert auch die Kriminalgeschichte, die vor allem in Unna und Dortmund spielt. Ein Antiquitätengeschäft am Königsborner Markt wird überfallen, es gibt mehrere Tote.

Auch Jochen Hübner wird angeschossen. Der aus den vorherigen Romanen bekannte Kriminalist und die Ermittlerin Maike Graf haben sich angenähert, wollen zusammenziehen. Doch Hübner landet im Koma. Astrid Plötner könnte nun der Versuchung nachgeben, die Liebesgeschichte dieser beiden auszubauen. Doch sie widersteht. Zum Glück! Die Liebe bleibt ein Randthema, die kriminelle Handlung und die Ermittlungen stehen im Zentrum.

Parallele Handlungsstränge steigern die Spannung

Astrid Plötner beweist einmal mehr, dass sie einen stabilen Plot als Basis nutzt und spannend erzählt. Ihr gelingt das Kunststück, keinen Spannungsbogen zu spannen, der irgendwann auch wieder abfällt. Nein, die Spannung steigert sich immer mehr und der Leser mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Krimi fesselt.

Das mag auch daran liegen, dass es parallele Handlungsstränge gibt. Die befangene Kommissarin Maike Graf ermittelt auf eigene Faust in Ägypten und schließt dort eine wichtige Freundschaft, während ihre Kollegen in Unna nicht nur mit der Aufklärung der Morde beschäftigt sind, sondern auch mit Mark-Oliver Marschewski ringen, der für die Polizei in Dortmund die Mordermittlungen leitet, nachdem Jochen Hübner nicht zur Verfügung steht.

„Ruhrpott-Connection“ ist keine seichte Regionalgeschichte, sondern ein spannender und manchmal auch knallharter Krimi. Astrid Plötner beweist ihre außerordentlichen erzählerischen Fähigkeiten. Unna und die Hellweg-Region werden nach mehr lechzen – und Astrid Plötner wird sicher liefern.

Zum Thema

Das Buch

Der Roman „Ruhrpott-Connection“ von Astrid Plötner ist am 8. November im Prolibris-Verlag erschienen. Das Taschenbuch mit 335 Seiten kostet 15 Euro und ist signiert auch bei „Buch am Hellweg“, Bismarckstraße 11, in Unna-Massen erhältlich. ISBN: 9783954752430