Eichhörnchen sind Sigrid Sümmermann sehr zutraulich geworden. Vielleicht liegt es an einem Friseurbesuch. © dpa
Humor

Eine Lockdown-Geschichte der etwas anderen Art

Der Friseur, der zugegeben hat, im Lockdown verbotenerweise Haare zu schneiden, sorgt für Aufsehen. Eine Friseurkundin, die noch vor Weihnachten legal zum Zuge kam, nimmt das Thema mit Humor.

Wenn Sigrid Sümmermann über den Lockdown spricht, dann tut sie das mit einem Augenzwinkern. Denn ein Erlebnis ist ihr besonders in Erinnerung geblieben – und dabei hat sich das Ganze gar nicht im aktuellen Lockdown zugetragen, sondern kurz davor.

Es geht um einen Friseurbesuch, Weihnachten und die verloren gegangene Angst vor langen Haaren, die Sigrid Sümmermann in einem kleinen Text beschreibt:

„Am letzten Tag vor dem Weihnachts-Lockdown, es war schon später Nachmittag, überkam mich auf einmal die Sorge um eine schöne Frisur für das Fest. Also begab ich mich kurzentschlossen in die Hände eines mir unbekannten Friseurs, der einsam in seinem Salon stand. Ich zeigte ihm ein Foto auf meinem Handy und er beteuerte, dass er das genauso hinkriegen würde.

Entspannt ließ ich mich nieder und holte mein E-Book zum Lesen heraus. Das war keine gute Entscheidung! Als ich endlich in den Spiegel schaute, erkannte ich mich nicht mehr. Dieser Mensch hatte mir mit Farbe und Schere das Aussehen eines Eichhörnchens gezaubert! Sprachlos wankte ich aus dem Salon.

Seitdem zupfe ich jeden Tag an meinen Haaren und wasche sie mit Goldblond-Shampoo. Bis Juli brauche ich keinen Haarschnitt mehr. Die Eichhörnchen im Garten sind sehr zutraulich mir gegenüber. Das tröstet mich ein bisschen.“

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Redaktion Unna
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