Ausbildung am Amtsgericht Unna „ist einfach kein langweiliger Bürojob“

dzAusbildung

Vor einem Jahr begann Celine Kolze ihre Ausbildung im Amtsgericht Unna. Die 20-Jährige bereut diesen Entschluss nicht, will der Justiz auf Dauer treu bleiben und freut sich auf neue Kollegen. Denn die Bewerberkampagne 2020 ist angelaufen.

von Sylvia Mönnig

Unna

, 06.08.2019, 14:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über ein Praktikum in einer Anwaltskanzlei kam die junge Frau auf die Idee, sich für eine Lehrstelle bei Gericht zu bewerben – und wurde genommen. Offenbar der richtige Schritt. „Es war sehr gut. Schon vom ersten Tag an. Ich habe mich willkommen gefühlt. Alle waren freundlich und alle helfen, wo sie können. Ich darf immer Fragen stellen“, erklärt Celine Kolze mit einem breiten Lächeln.

Jetzt lesen

Die Arbeit mache einfach Spaß, sie lerne jeden Tag etwas Neues und es gebe viele Möglichkeiten, was das Thema Weiterbildung betreffe. „Es ist einfach kein langweiliger Bürojob“, betont sie und verrät, dass sie sich gut vorstellen könne, in dem Beruf und insbesondere im Amtsgericht Unna bis zur Rente, voraussichtlich im Jahr 2066, zu bleiben.

„Es ist einfach kein langweiliger Bürojob.“
Celine Kolze über ihre Ausbildung

Justiz sucht Nachwuchs in allen Bereichen - „händeringend“

Tatsächlich, das erklären Amtsgerichtsdirektorin Annette Rodehüser und Geschäftsleiter Patrick Kassing, seien die Chancen für eine Übernahme nach der Ausbildung „richtig, richtig gut“. Denn: „Die Justiz sucht händeringend in allen Bereichen.“ Umso mehr freut es beide, dass im Amtsgericht Unna nun auch wieder ausgebildet wird. Die Zufriedenheit, die Celine Kolze zum Ausdruck bringt, so versichern sie, ist beidseitig. Es sei einfach schön, wieder „Nachwuchs“ im Hause zu haben.

Für 2020 werden 160 Justizfachangestellte gesucht

„Die Chancen für eine Übernahme nach der Ausbildung sind richtig, richtig gut.“
Amtsgericht-Geschäftsleiter Patrick Kassing

Für das Jahr 2020 werden im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm 75 Justizfachwirte und 160 Justizfachangestellte gesucht. Justizfachwirte und Justizfachangestellte nehmen vielfältige und verantwortungsvolle Aufgaben wahr, treffen eigenverantwortliche Entscheidungen und sind oftmals erste Anlaufstelle für rechtssuchende Bürger.

Sie erteilen unter anderem Auskünfte und gewähren Akteneinsicht, fertigen und beglaubigen Schriftstücke, führen in Verhandlungen Protokoll, erheben statistische Daten und veranlassen Veröffentlichungen. Für beide Ausbildungen ist eine Fachoberschulreife Voraussetzung.

Ausbildung am Amtsgericht Unna „ist einfach kein langweiliger Bürojob“

Amtsgerichtsdirektorin Annette Rodehüser und Geschäftsleiter Patrick Kassing vom Amtsgericht Unna mit Celine Kolze. © Sylvia Mönnig

Darüber hinaus sollten Bewerber ein gutes Ausdrucksvermögen in Wort und Schrift besitzen, empathisch sein und Freude daran haben, mit Menschen zu arbeiten, so Geschäftsleiter Patrick Kassing. Direktorin Annette Rodehüser verweist auf die Bedeutung von Teamarbeit. Bei diesen Mitarbeitern laufe alles zusammen und ohne sie funktioniere gar nichts.

Das Ganze beschränke sich also mitnichten auf Kopieren, Abheften und Kaffeekochen. „Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind das Ziel.“ Interessierte erhalten weitere Informationen über www.bewerbungsportal-justiz-nrw.de.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Gerichtsprozess

Casino-Überfall mit Pistole in Unna: Nach sieben Jahren erinnern sich Zeugen kaum

Meistgelesen