Nach Vorfall in Hemmerde: Stadt warnt vor Fliegenklatsche gegen giftige Raupen

dzEichenprozessionsspinner

In Unna werden immer mehr Eichenprozessionsspinner gemeldet. In Billmerich sind ein Spielplatz und die Schule betroffen. Die Stadt warnt davor, Raupen zu bekämpfen wie ein Mann in Hemmerde: mit der Fliegenklatsche.

Unna

, 17.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Montag, 17. Juni, meldeten Mitarbeiter der Stadtbetriebe auf dem Spielplatz an der Altendorfer Straße in Billmerich einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Der Bereich ist abgesperrt, ebenso eine Fläche am Eingang der Liedbachschule. Wie an allen Orten, wo die Raupen entdeckt wurden, beauftragt die Stadt Unna eine Fachfirma damit, die Tiere und ihre Nester abzusaugen. Der Spielplatz in Billmerich ist bereits der neunte Standort in Unna, an dem die mit gefährlichen Brennhaaren ausgestatteten Raupen gesichtet wurden. Erstmals aufgetreten waren die Raupen in Unna am 7. Juni an der Luisenstraße.

Sperrung am Schulzentrum Nord wieder aufgehoben

Es gibt auch gute Nachrichten: Die Sperrung am Schulzentrum Nord, wo am 12. Juni an mehreren Bäumen ein Befall mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners festgestellt wurde, konnte inzwischen wieder aufgehoben werden. Dies sei bereits am Freitagnachmittag geschehen, nachdem eine Fachfirma die Nester entfernt hatte, so Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Im Indupark, am Parkplatz des Kreistierheims, an einem Wirtschaftsweg in Alte Heide, am Ernst-Barlach-Gymnasium und am Weidenweg wurden in den vergangenen Tagen ebenfalls die Raupen des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Die Stadt hat die Entfernung der Nester durch eine Fachfirma in Auftrag gegeben.

Gefährlich: Hemmerder schlägt Raupen kaputt

Aus aktuellem Anlass warnt die Stadt davor, gewaltsam gegen die Tiere vorzugehen. So habe ein Bürger in Hemmerde mehrere Eichenprozessionsspinner-Raupen mit der Fliegenklatsche totgeschlagen, berichtet Dirk Weischede von den Stadtbetrieben. „Das sollte man auf keinen Fall tun.“ Durch das Schlagen und die Luftwirbel würden die feinen Brennhaare der Raupen leicht abbrechen und durch die Luft gewirbelt. Die Brennhaare sind das Gefährliche an den Tieren. Sie lösen beim Menschen Hautreizungen, allergische Reaktionen oder sogar gefährliche Atembeschwerden aus.

Wer Eichenprozessionsspinner feststellt, sollte den betroffenen Bereich meiden, am besten großflächig absperren. Nur speziell geschulte und ausgerüstete Schädlingsbekämpfer sollten gegen die Raupen vorgehen. Diese tragen Schutzkleidung von Kopf bis Fuß. Allerdings müssen Auftraggeber unter Umständen mehrere Tage auf diese Firmen warten, weil sie derzeit extrem ausgelastet sind.

Aktuelle Meldungen zu problematischen und gesperrten Stellen wegen des Eichenprozessionsspinners in Unna meldet die Stadt auf ihrer Internetseite unter www.unna.de.

Befall bitte melden

Kontakt zu den Stadtbetrieben

Bürgerinnen und Bürger, die auf öffentlichen Wegen und Plätzen in der Stadt Unna Eichenprozessionsspinnerraupen feststellen, sollten diese bei den Stadtbetrieben Unna unter Tel.: 02303/2003-0 oder unter info@stadtbetriebe-unna.de melden.
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