An der Danziger Straße hat die UKBS alte Wohnhäuser abreißen lassen. Es sind neue Gebäude mit rund 35 Wohneinheiten geplant. © Neumann
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Dutzendweise neue Wohnungen für Unna: Abriss kündigt Neubau an

Es mangelt an Wohnungen, die vorhandenen sind teuer. Die kommunale Baugesellschaft UKBS leistet ihren Beitrag zur Problemlösung. Dutzendweise sind neue Wohneinheiten in Unna geplant.

An der Danziger Straße sind Wohnhäuser verschwunden. Die UKBS lässt ihren ältesten Bestand verschwinden – um Platz zu schaffen für Neubauten. Es wird noch dauern, bis sie fertig sind. Benötigt werden sie dringend.

Am Wohnungsmarkt gibt es Entwicklungen, die viele Menschen unter Druck setzen: Seit ein paar Jahren steigen Immobilienpreise immer weiter. Gleichzeitig verschwinden preisgebundene Wohnungen vom Markt, die sich auch Mieter mit weniger Geld leisten könnten.

Neubauplanung für Danziger Straße

Umso wichtiger sind Projekte, bei denen neuer, günstiger Wohnraum entsteht. Beispiel Danziger Straße: Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) hat dort zwei von drei älteren Miethäusern abreißen lassen. Gebäude Nummer 3 sei noch bewohnt. Die UKBS hoffe, für die Mieter bald eine neue Lösung gefunden zu haben, berichtete Geschäftsführer Matthias Fischer.

Die Mehrfamilienhäuser sind beziehungsweise waren quasi die Keimzelle der kommunalen Wohnungsfirma in Unna. Seit Anfang der 1950er Jahre ist die UKBS an der Danziger Straße Vermieterin, die Häuser dort gehören zu den ältesten des Unternehmens.

Geplant ist der Bau von drei neuen Mehrfamilienhäusern, deren Wohnungen alle zur Miete angeboten werden sollen. Ein Teil werde mit öffentlichen Mitteln errichtet, ein Teil frei finanziert. So wird es entsprechend auch Angebote für unterschiedliche Geldbeutel geben. Ab 8,50 Euro Miete pro Quadratmeter sollen für die frei finanzierten Wohnungen anfallen. Die Miete bei den preisgebundenen liegt nachher bei 5,90 Euro.

Wie viele Wohnungen genau an der Danziger Straße entstehen, steht laut UKBS-Chef Fischer noch nicht fest. Was den Zuschnitt der Gebäude angeht, liefen noch die Abstimmungen mit der Stadt Unna, die letztlich die Baugenehmigung erteilen muss. Denkbar wäre eine Größenordnung von 35 Wohnungen insgesamt. Fest steht bereits, dass die Neubauten mit Tiefgaragen unterkellert werden sollen.

Einzug eventuell bis Ende 2024

Wann genau die Bauarbeiten beginnen können, steht noch nicht fest. „Wir hoffen, wir können im Lauf des nächsten Jahres starten“, so Fischer. Entsprechend vorsichtig nennt er einen voraussichtlichen Fertigstellungstermin: „im Lauf des Jahres 2024“. Abhängig ist der Zeitplan nicht nur vom Genehmigungsverfahren, sondern auch vom späteren Baufortschritt. Und dabei sei es nicht auszuschließen, dass die inzwischen allseits bekannten Lieferprobleme bei Baumaterial die Projekte in Verzug bringen könnten.

Leuchtturmprojekt in Königsborn

Ebenfalls in größerem Umfang gibt es Planungen der UKBS für Königsborn. An der Döbelner Straße entstehen mehrere Reihenhäuser. Und an der Heinrichstraße ganz im Norden sollen fünf neue Mehrfamilienhäuser gebaut werden, die vor allem energetisch Vorzeigeprojekte werden sollen. Es ist vorgesehen, Wohnhäuser zu errichten, die sich und ihre Bewohner selbst mit Energie versorgen. Energieautark werden die Gebäude, indem Strom mit Hilfe von Solarzellen auf den Dächern erzeugt wird. So sollen unter anderem auch die Steckdosen für Elektroautos betrieben werden. Zudem ist ein mieterfreundliches Pauschalmiete-Modell vorgesehen, wie die UKBS im vergangenen Jahr schon angekündigt hatte.

Geplant sind auf rund 6000 Quadratmeter Fläche insgesamt 35 Wohneinheiten. Man warte allerdings noch auf die Baugenehmigung, so Fischer.

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Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf

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