Durch die Blume

dzKommentar

Ein Kommentar zur Frage nach der Innenstadtbepflanzung in Unna

Unna

, 13.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was der City-Werbering in diesem Jahr durch die Blume gesagt hat, lässt sich nur mit Mühe überhören: Unnas Innenstadt kann schöner gemacht werden, als es die Besucher zuvor gewohnt waren. Dafür braucht es nicht einmal Millioneninvestitionen in Steine, sondern einfach nur eine ausreichende Anzahl von Blumenpötten.

Mit ihrer Pflanzaktion haben die Gewerbetreibenden ihrer Stadt nicht nur einen farbenfrohen Sommer beschert, sondern auch einen neuen Standard gesetzt. Das steinerne Grau der Fußgängerzone dürfte nach der Blütenpracht des Jahres 2018 umso erdrückender wirken, wenn es nicht auch für das kommende Jahr gelingt, eine solche Aktion zu leisten.

Ob es tatsächlich an der Stadt ist, diese Aufgabe zu übernehmen, darüber darf natürlich diskutiert werden. Das muss dann aber auch geschehen. Wer die Entgegnung des Bürgermeisters dazu erlebt hat, gewann aber den Eindruck, dass man gar nicht drüber reden müsse.

Die Finanznot der Stadt ist dabei nicht mehr als ein billiges Totschlagargument. Denn tatsächlich gibt Unna jährlich sechsstellige Beträge für Fremdaufträge an Garten- und Landschaftsbetriebe heraus. Eigentlich müsste nur einmal darüber gesprochen werden, ob das Aufgabenspektrum dieser Firmen geringfügig verändert werden kann. Andererseits: Wer Zigtausende für unnötige Gutachten ausgibt oder eine mobile Heizung bestellt, weil der Einbau der neuen Wärmetechnik in der Lindenbrauerei ausgerechnet im Herbst beginnen muss, der braucht selbst so eine Diskussion nicht zu führen. Insgesamt übrigens plant Unna für dieses Jahr 162 Millionen Euro auszugeben.

Lesen Sie jetzt