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Drei Flächen in Unna kommen zunächst für Solarparks infrage

dzSolarenergie

Photovoltaik auf Freiflächen: vier Anträge dazu liegen der Stadt vor. Zumindest einer liegt vorerst auf Eis. Zudem wird mindestens eine der weiteren beantragten Anlagen zunächst nicht erbaut.

Unna

, 23.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Photovoltaikanlagen auf der grünen Wiese sind im Kommen. Nach vier Anträgen für solche Anlagen befasst sich nun auch die Stadt Unna damit. Nach der Sitzung des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung (ASBV) wird einer der Anträge zurückgestellt.

Die CDU hatte beantragt, die Stadtwerke sollte eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbades Massen errichten. In der Sitzung signalisierte die Partei nun, den Antrag zurückzustellen, bis der Neubau der Hellweg-Realschule in Massen geplant ist. Sobald feststeht, welche Flächen dafür benötigt werden, soll der Antrag wieder eingebracht und verfolgt werden.

Keine Priorität für einen der Standorte

Schwierige Diskussionen gab es aber auch um die übrigen drei geplanten Standorte. Für die SPD beantragte Ralph Bürger, keinen der übrigen Standorte (Mühlhausen-Nord, Mühlhausen-Süd und Hemmerde) zu priorisieren. Dem schloss sich der Ausschuss schließlich mit deutlicher Mehrheit an. Nur Grünen-Ratsfrau Ines Nieders-Mollik votierte dagegen - sie will keine weitere Versiegelung, verwies auf das Vogelschutzgebiet und die hochwertigen Böden.

Unternehmerisches Risiko

Die Entscheidung des Ausschusses, solche Anlagen in Ausnahmefällen durchaus möglich zu machen, aber keine Priorisierung vorzunehmen, bedeutet für die Antragsteller ein unternehmerisches Risiko. Sie müssen alle Unterlagen für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan beibringen, also insbesondere ein Gutachten zur Umweltprüfung erstellen lassen. Das kostet Geld - Katrin Westermann als Antragstellerin für Mühlhausen-Nord nannte die Summe von 16.000 Euro.

Ob die Planung der weiteren Prüfung überhaupt standhält und Anlagen entstehen können, ist in keinem der konkreten Fälle sicher. In Mühlhausen ergibt sich zudem das Problem, dass wegen der räumlichen Nähe der beiden Standorte zueinander zunächst nur eine Anlage genehmigungsfähig ist - entweder die an der Bahnlinie (Mühlhausen-Nord) oder die an der Autobahn 44 (Mühlhausen-Süd). Der andere könnte erst zwei Jahre später umgesetzt werden.

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Ob unter den gegebenen Voraussetzungen tatsächlich alle drei Optionen durch die Antragsteller weiterverfolgt werden, ist offen. „Was würden Sie in meiner Situation tun? Würden Sie das weiterverfolgen?“, fragte Katrin Westermann den Ausschuss. Eine Antwort bekam sie nicht - wohl aber das Angebot, die Gespräche mit der Stadtverwaltung fortzuführen.

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