Der Flughafenparkplatz P3 im Winkel von Chaussee und Zeche-Norm-Straße bekommt eine neue Nutzung: Der Flughafen lässt dort einen Stützpunkt für das Polizeipräsidium Dortmund errichten. 2024 soll dort ein SEK einziehen. © picture-alliance/ dpa
Polizei

Dortmunder Polizei verlegt SEK an den Flughafen

Pläne für ein neues Polizeigebäude auf dem Gelände des Flughafens nehmen Gestalt an. Jetzt bestätigt das Polizeipräsidium Dortmund: Es ist ein SEK, das dort in Bereitschaft geht.

Wenn irgendwo in Nordrhein-Westfalen ein bewaffneter Täter überwältigt werden muss, kann das künftig auch zu einem Alarm am Dortmunder Flughafen führen. Polizeipräsidium und Flughafengesellschaft bestätigen nun den Bau einer neuen Dienststelle. Nutzer wird ein Spezialeinsatzkommando (SEK).

Der Neubau soll auf dem Flughafenparkplatz P3 entstehen, also im unmittelbaren Grenzgebiet von Dortmund, Unna und Holzwickede. Neben der Hauptanbindung über den Flughafenring soll der Stützpunkt eine weitere Zufahrt zur Zeche-Norm-Straße erhalten. Schnell aufbrechen zu können, ist für die Einsatzszenarien der künftigen Nutzer ein wichtiger Faktor.

Und so ist es auch die verkehrsgünstige Lage, die die Polizei in Dortmund den Standort am Stadtrand wählen lässt. Selbst Luftverlegungen mit dem Hubschrauber sind vom Flughafen Dortmund aus gut möglich; zudem liegen B1 und Autobahnanschluss in unmittelbarer Nähe.

Vom Flughafen aus zu Einsätzen in ganz NRW

Die Erreichbarkeit des Einsatzortes ist eine Frage, die das SEK in größerem Maßstab beschreibt. Das Polizeipräsidium Dortmund ist eine von sieben Behörden in NRW, denen Spezialkräfte zugeordnet sind. Trotz der Anbindung an eine örtliche Polizeibehörde decken sie alle landesweite Aufgaben ab.

Wird irgendwo im Landesgebiet ein SEK angefordert, dann rückt eine der Einheiten aus, die gerade verfügbar sind. Das muss nicht unbedingt die räumlich nächstgelegene sein.

Über die Personalstärke der Einheit macht die Dortmunder Polizei keine Angaben – aus taktischen Erwägungen. Bekannt sind die Eckdaten des Bauvorhabens: 6000 Quadratmeter Fläche soll der Neubau für die Polizei auf dem Flughafengelände bieten. Sie finden sich in einem zweigeschossigen Bürogebäude und zwei Fahrzeughallen.

Eine Illustration des Essener Architekturbüros Nattler gibt bereits einen Eindruck davon, wie der neue Polizeistützpunkt aussehen wird. Das startende Flugzeug links im Bild ist in dieser Position vermutlich nur als gestalterisches Element eingefügt.
Eine Illustration des Essener Architekturbüros Nattler gibt bereits einen Eindruck davon, wie der neue Polizeistützpunkt aussehen wird. Das startende Flugzeug links im Bild ist in dieser Position vermutlich nur als gestalterisches Element eingefügt. © Nattler Architekten Essen © Nattler Architekten Essen

Nach einer erfolgreichen Bewerbung in einer öffentlichen Ausschreibung wird die Flughafengesellschaft in Dortmund künftig „Hauswirt“ des SEK. Die Polizei hat einen Mietvertrag über 30 Jahre abgeschlossen. Das Gebäude wird nun nach ihren Vorstellungen errichtet und soll bis zum Frühling 2024 fertiggestellt sein. Einen Auftrag für Planung und Bau hat der Flughafen wiederum einem Fachunternehmen erteilt.

Zurzeit sind die Spezialkräfte der Dortmunder Polizei im Präsidium an der Markgrafenstraße untergebracht. Dort gelten die räumlichen Bedingungen generell als beengt; mit dem Neubau soll das SEK moderne und auf seine Anforderungen zugeschnittene Räume erhalten.

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Redaktion Unna
Verwurzelt und gewachsen in der Hellwegbörde. Ab 1976 Kindheit am Hellweg in Rünthe. Seit 2003 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Hat in Unna schon Kasernen bewacht und grüne Lastwagen gelenkt. Aktuell beäugt er das politische Geschehen dort und fährt lieber Fahrrad, natürlich auch auf dem Hellweg.
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Sebastian Smulka

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